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Universität Amsterdam will einen Forschungsbericht über die Kosten der Einwanderung loswerden

Wenn sozialer Frieden auf der Fähigkeit der Menschen beruht, an etwas zu glauben, an das sie nicht wirklich glauben, herrscht paradoxes Denken vor. Im Jahr 2006 wurde ein Artikel in der Financial Times merkwürdig betitelt: “Der besorgte Kosmopolit: Wie Migranten einen immer mehr besorgten Gastgeber bereichern.” Während es in westlichen Ländern eine hohe Arbeitslosigkeit unter nicht-westlichen Einwanderern gibt, glauben westliche Intellektuelle immer noch, dass die nicht-westliche Einwanderung insgesamt für weiße europäische Länder wirtschaftlich vorteilhaft ist. Wahrscheinlich war die Universität Amsterdam aufgrund dieser Überzeugung bereit, zu einer umfassenden Untersuchung der Kosten oder des Nutzens der Einwanderung beizutragen.

Nach 3 Jahren umfangreicher Datenanalyse veröffentlichten die Forscher ihre Ergebnisse in einem Bericht mit dem Titel: “Grenzenloser Wohlfahrtsstaat”. Der Bericht untersuchte die öffentlichen Kosten wie die soziale Sicherheit und das öffentliche Einkommen, sowie die von Einwanderern erhobenen Steuern. Es stellte sich heraus, dass insbesondere die nichtwestliche Einwanderung eine enorme Belastung für die niederländische Gesellschaft darstellt. Zuwanderer haben das niederländische Volk in den letzten Jahrzehnten 400 Milliarden Euro gekostet. Wenn der niederländische Staat weiterhin mehr Einwanderer akzeptiert, werden die Ausgaben nur noch weiter steigen. Der Bericht wies nicht nur auf die enorme Belastung der niederländischen Bevölkerung durch Masseneinwanderung hin, sondern räumte auch mit der Überzeugung auf, dass Bildung arme Einwanderer aus Afrika und Zentralasien fördern könnte.

Es war keine Überraschung, dass die akademische Gemeinschaft von Amsterdam mit dem Ergebnis unzufrieden war. Tatsachen sind nur Tatsachen, auch wenn sie nicht den aktuellen politischen und religiösen Überzeugungen entsprechen. Das war zu Galileos Zeiten genauso wie heute. Der Bericht wurde in voller Zusammenarbeit mit der Universität Amsterdam erstellt, die forderte, dass die Forscher den Namen und das Logo der Universität aus dem Bericht und alle Verweise auf den Sponsor der Umfrage entfernen.

Die Forscher nutzten für ihre Analysen die sogenannten „Mikrodaten“ des niederländischen Zentralamts für Statistik. Nach der aktuellen niederländischen Verordnung stellt das Zentralamt für Statistik diese Daten nur seriösen Forschungsinstitutionen wie Universitäten zur Verfügung. Das Zentralamt für Statistik bat die Forscher ausdrücklich darum, die Ergebnisse gemäß der Projektvereinbarung unter dem Logo der Universität zu veröffentlichen und auf der Website der Universität zu veröffentlichen.

Weil eine politische Partei den Bericht finanzierte, wurde die Forschung auf Anfrage eines der Forscher an die Universität von Amsterdam übertragen, um Zugang zu den „Mikrodaten“ des Zentralamtes für Statistik zu erhalten. Es wurde vertraglich festgelegt, dass die unabhängigen Forscher frei waren und keine der Parteien Druck ausüben durfte, um ein bestimmtes Ergebnis zu fördern. Gemäß der Projektvereinbarung ist die Universität Amsterdam “für die veröffentlichten Ergebnisse verantwortlich” und der Bericht sollte “unter eigenem Namen veröffentlicht werden.“

Die Ergebnisse des Berichts zeigen, dass die Realität im Widerspruch zum Wunschdenken und zu den politischen Ideen der Universität steht. Die Universität drohte, dem betroffenen Forscher den Zugang zu ihren Einrichtungen zu verweigern, wenn ihre Forderung, den Namen der Universität aus dem Bericht zu streichen, nicht erfüllt würde.

Diese Ereignisse zeigen erneut, dass die wissenschaftliche Gemeinschaft stark ideologisiert wurde. Sie zieht politische Korrektheit der Tatsachenermittlung vor und biegt die Realität zurecht, um ihrem eigenen Aberglauben gerecht zu werden. Die Wissenschaft ist zu einem ideologischen Schlagstock geworden, mit dem die breite Öffentlichkeit gezwungen wird, der politischer Agenda zu den Einwanderungsfragen zu folgen.

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