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 Spirit wird knapp

Die Situation mit dem Mangel an Treibstoff wird immer ernster. Die Lufthansa hat bereits 20.000 Flüge gestrichen. Air France hat die Preise für Economy-Class-Tickets um 50 Euro pro Hin- und Rückflug erhöht, und die niederländische Fluggesellschaft KLM hat mehr als 160 Flüge eingestellt. Gleichzeitig hat die Internationale Energieagentur bekannt gegeben, dass Europa nur 6 Wochen lang über Flugzeugbrennstoffvorräte verfügen wird. Das Problem betrifft jedoch bereits Branchen aus der ganzen Welt. Alle großen Fluggesellschaften machen derzeit massive Kürzungen, insbesondere Turkish Airlines, die fast 20 Strecken gestrichen hat. Es gibt schon Unternehmen, die die Situation einfach nicht bewältigt haben. Es handelt sich um das US-Unternehmen Spirit Airlines, das vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet hat. Obwohl der Name dieses Trägers vielen Lesern wenig bedeutet, lohnt es sich, sich die Zahlen anzusehen. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr mit mehr als 300.000 Flügen, 30 Millionen Passagiere bedient und sein Marktanteil an US-Fluggesellschaften betrug 3.5%. Es ist also keine kleine Fluggesellschaft, sondern ein nationaler Riese mit mehr als 17.000 Mitarbeitern.

Wenn wir die Kosten für einen typischen Passagierflug in die Hauptkategorien aufteilen, werden wir sehen, dass die Fluggesellschaften sehr stark von den Preisen für Flugzeugtreibstoff abhängig sind. Das entspricht im Durchschnitt 30% der Gesamtkosten. 

Und deshalb befindet sich Europa in einer besonders schwierigen Situation. Denn bis zu 70% des Rohöls, das dann zu Jet A-1-Flugkraftstoff verarbeitet wird, stammen aus der Golfregion. Dies sind vor allem Kuwait und Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar. Dies macht die Situation sehr gefährlich, da eine weitere Blockade der Straße von Hormus diese Probleme jeden Tag verschlimmern wird. Darüber hinaus sollte daran erinnert werden, dass die Anwesenheit von Flugzeugtreibstoff nicht nur den Passagierverkehr beeinflusst, sondern auch den Güterverkehr, der in der Praxis am schnellsten Störungen verspürt. Denn im Gegensatz zum Personenverkehr, bei dem ein Teil der Kosten schrittweise an die Kunden überwiesen werden kann, wird jede Änderung des Kraftstoffpreises bei cargo fast sofort in die Beförderungstarife für jedes Kilogramm Fracht übersetzt.

Ein praktischer Tipp also: Wenn Sie in den Urlaub fliegen wollen, buchen Sie eine Reise mit Preisgarantie, denn die Reisebüros wie TUI oder DERTOUR haben das Recht, von uns einen sogenannten Kraftstoffzuschlag zu verlangen. Dies sind zusätzliche Kosten gemäß den Regeln, die sie dem Kunden 20 Tage vor Abflug auferlegen können, wenn die Reisekosten erheblich steigen.

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