Die EU will seit Jahren den digitalen Euro einführen. Nicht nur die EU, denn viele Zentralbanken, die im Rahmen der BIS (Bank für den internationalen Zahlungsausgleich) zusammenarbeiten, planen ihre CBDC (digitales Zentralbankgeld) zu emittieren.
Auf ihren Websites betont die EU, dass der digitale Euro zusätzlich zu den bestehenden Zahlungsmethoden verfügbar sein wird und dass seine Verwendung freiwillig sein wird. Unterstreicht werden Vorteile wie Echtzeit-Transaktionen, die Möglichkeit, Offline-Zahlungen zu tätigen, und angeblich – passen Sie gut auf – mehr Privatsphäre.
Insofern man glauben kann, dass niemand, der vernünftig ist, CBDC mit Gewalt einführen wird, genügt es, die Worte des Chefmanagers der BIS, also der Zentralbank für Zentralbanken, über die Rolle des digitalen Geldes zu zitieren. Er sagte, dass das Hauptziel der CBDC darin bestehe, die Zentralbank dazu zu bringen, die volle Kontrolle darüber zu behalten, wie und von wem die Gelder ausgegeben werden. Außerdem solle das neue Zahlungsmittel ein Ablaufdatum haben. Die Bank könnte also bestimmen, bis wann wir unser Geld ausgeben dürften. Lassen wir es uns also nicht vorgaukeln, dass digitales Geld eine unschuldige Lösung ist, die nur zu unserem Vorteil entwickelt wird.
Es gibt aber auch solche, die der Sache trotzen. Schweden kommt nämlich zum Bargeld zurück. Seit vielen Jahren gilt das Land als eines der bargeldlosen Führer der Welt, da 90 bis 95% aller Transaktionen in Geschäften dort ohne die Verwendung von Banknoten durchgeführt werden. Interessanterweise gab es im Jahr 2010 40% der Zahlungen in bar – dies zeigt, wie schnell die Digitalisierung die traditionellen Methoden in diesem Land verdrängt hat. Infolgedessen haben einige Geschäfte und Einrichtungen die Annahme von Münzen und Geldscheinen vollständig abgelehnt. Heute ändert sich die Situation, da Stockholm gerade befohlen hat, Bargeld zu akzeptieren. Der Entschluss resultiert aus der sich verändernden geopolitischen Situation und der Tatsache, dass wir in einem Zeitalter der Konflikte leben. Die vollständige Abhängigkeit von elektronischen Zahlungssystems, aber auch jedes anderen elektronischen Systems, setzt das Land im Falle eines Cyberangriffs, eines Strom- oder Internetausfalls oder eines Krieges einem hohen Risiko aus. Nach der Invasion Russlands in die Ukraine haben die Schweden das Projekt der digitalen elektronischen Krone ausgesetzt und physisches Geld als wichtiges Element der Nachhaltigkeit des Landes anerkannt. Bargeld hat nämlich den Vorteil, dass es sich im Falle einer Krise als einziges gültiges Zahlungsmittel erweisen kann. Die Verpflichtung, Bargeld zu akzeptieren, erstreckt sich derzeit auf Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Außerdem wurden die Banken verpflichtet, die Möglichkeit zu gewähren, Bargeld auf Konten einzahlen zu können (was früher nicht so offensichtlich war).
Erst der nahe Krieg bringt die Vernunft und das müssen Brüsseler Eliten nicht nur in Bezug auf CBDC, sondern auf viele andere „Projekte“ endlich kapieren.