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Woher die Inflation kommt und was kann man dagegen tun

Als Nixon auf die Goldparität des Dollars verzichtete, betrug die Verschuldung der Weltwirtschaft in Bezug aufs Welt-BIP etwa 90%. Seither begannen die Zentralbanken mit massivem Druck des Geldes aus dem Nichts, so dass 2018 die Verschuldung auf 300% des BIPs anstieg. Die Krisen wie die von 2007 wurzelten in diesem Schuldenberg. Eine ähnlich gefährliche Situation bahnte sich 2019 an und dann kam plötzlich die erlösende Corona-Krise, dank der die Zentralbanken noch mehr Geld drucken und in den Kreislauf pumpen durften. In den 18 Monaten seit dem Beginn der Pandemie erhöhten die Zentralbanken die Menge der besessenen Aktiva um 60%! Früher, um so viel zu drucken, brauchte man ein Jahrzehnt. Diese riesige Geldmenge in den Wirtschaften führte natürlich zur Inflation unter der wir jetzt leiden (was in jedem Lehrwerk über Wirtschaftswissenschaften steht und was jeder Ökonom hätte vorhersehen sollen). Es ist also nicht Putin, der für diese Inflation verantwortlich ist, sondern unsere Geldhüter, die Zentralbanken, die Hand in Hand mit Politkern Lockdowns verordneten, um die dadurch entstandenen Defizite durch Geldflut zu stopfen. 2020 war Inflation noch nicht so deutlich, da die durch die Medien erschrockenen Verbraucher zu Hause saßen und wenig ausgaben. Als sie sich allmählich durch Lockerungen der Lockdowns entspannten, begannen sie mehr zu kaufen. Dies beschleunigte Geldzirkulation in der Wirtschaft beschleunigte die Inflation. Es stiegen nicht nur die Preise in den Supermärkten, sondern auch die Preise der Assets und riskanter Aktiva wie Kryptowährungen. Nun begannen die Zentralbanken die Zinssätze zu erhöhen, um diese Rallye zu stoppen. Diese größten Käufer der riskanten Assets steigen also aus dem rennenden Zug aus, so dass dieses Jahr für die Besitzer der Aktien und Kryptowährungen nicht unbedingt glücklich sein wird. Schon 2022 antizipierten die Märkte die kommenden Entscheidungen der Bankiers. Das Jahr brachte riesige Verluste sowohl in Aktien, als auch in Anleihen, wovor Gefira frühzeitig warnte. 2023 sollte man sich also auf die Assets positionieren, die immun gegen Inflation sein werden.

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