Polen sollte seine Verteidigungsstrategie neu durchdenken

Es war heute, vor 77 Jahren, dass der Zweite Weltkrieg ausbrach. Am frühen Morgen, am 1.September, haben deutsche Truppen die territoriale Integrität des Landes entlang der gesamten gemeinsamen Grenzlinie verletzt und später am selben Tag hat Kanzler Adolf Hitler vor dem Deutschen Reichstag, wovon einige seiner Worte in die Geschichte eingegangen sind: Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!

Polen war stark auf das damalige Bündnis mit Frankreich und die britische Bürgschaft angewiesen. Diese beiden Länder haben es in seiner Handlungsweise mit Deutschland ermutigt, indem sie seine Handlungsweise gestärkt haben, sich den Vorschlägen Deutschlands zu widersetzen, so wie beim Polnischen Korridor, ein schmaler Landstreifen, der Ostpreußen von Deutschland trennte, oder jegliche andere Änderungen bei der Grenzlinie, die vom Verwaltungssitz Versailles angenommen wurden. Anerkannte Historiker haben darüber diskutiert, dass die Polen nach dem Fall Österreichs und der Tschechoslowakei die ersten waren, die sich der Expansion Deutschlands militärisch widersetzten; die Historiker der abweichender Meinung haben eine These aufgestellt, dass Warschau sich selber zugelassen hat, von Paris und London ausgenutzt zu werden, um Berlin zu umkreisen und es dazu anzuregen, einen Angriff Richtung Osten statt Richtung Westen zu starten. Die westlichen Mächte waren auf der Suche nach Wegen, Deutschland innerhalb der Grenzen Münchens von 1938 zu halten oder es mit der Sowjetunion in Kontakt zu bringen und dort den Impetus Deutschlands zu strömen, in dem sie versucht haben sich der Hilfe Warschaus zu bedienen. Die britischen Garantien , die die Unabhängigkeit Polens vom April 1939 betrafen, haben eine eindeutige Botschaft an die deutsche Regierung geschickt, die in einem Versuch, aus der Umzingelung auszubrechen, im August 1939 mit Moskau einen politischen Handel abgeschlossen hat (der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt). Somit war es Polen, das schließlich von zwei angrenzenden und mächtigen Ländern umschlossen war (das östliche Gebiet des Dritten Reiches sah aus wie ein Hufeisen, mit einem polnischen Keil innen drin). Als es am 1. September um 5:45 Uhr zur Auseinandersetzung kam, stellte sich bald heraus, dass weder Frankreich noch Großbritannien damit belästigt werden konnten, für die Abwehr ihrer Verbündeten auch nur einen Finger zu heben, außer dass sie nur eine bedeutungslose Kriegserklärung gegen Deutschland eingereicht haben; zur Zeit des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes, hat die Sowjetunion am 17. September Polen von der östlichen Seite angegriffen, mit der Behauptung, sie müsse die Weißrussen und die Ukrainer beschützen, die über der Grenze leben, weder Frankreich noch Großbritannien erklärten Moskau den Krieg.

 Nach 77 Jahren ist Polen stark auf die militärische Hilfe und Schutz der NATO als auch insbesondere auf die Unterstützung der USA angewiesen, die die Unabhängigkeit des Landes, das seit 1999 Mitglied der NATO ist, sichern sollen. Heute ist es Vladimir Putin, der der Welt als ein weiterer Adolf Hitler propagiert wurde, und Polen wird wieder vom Westen angestiftet, seine Stellung mit seinem mächtigen Nachbarn zu stärken, was es ordnungsgemäß erledigt und sich dabei auf die Unterstützung vom Westen verlässt. Es könnte wieder wahrgenommen werden, dass die deutschen Politiker Zeichen geben, bereit zu sein, ihre Verhältnisse mit Russland zu verbessern, was ihnen lieber ist als im Auftrag der USA Maßnahmen gegen Moskau zu ergreifen. Werden sich Dinge wiederholen, wenn der Schubs kommt, um zu drängeln? Was das Interesse Washingtons an der Ukraine betrifft, da spielt ihm die polnische Regierung in die Hände, was dem Geschmack der polnischen Gesellschaft nicht besonders entspricht. Von der militärischen Seite ist Warschau der Politik Moskaus gegenüber kritisch eingestellt und lässt Brüssel jegliche Ausschreibungen machen, trotz der Tatsache, dass wenn das Unternehmen besprochen wird, sind es Paris, Berlin und Moskau, die aufgefordert werden, über die Zukunft der Ukraine zu entscheiden, wobei Warschau ausgeschlossen wird. Trotzdem versucht Polen zuvorkommend zu sein. Und was wenn Vladimir Putin, sagen wir, 2019, seine Geduld verliert, so wie es 1939 mit Hitler war, und der ganzen Welt verkündet, dass Прошедшей ночью польские солдаты впервые учинили стрельбу на нашей территории. От 5.45 утра мы отвечаем огнём? Wie wären die Chancen in einem Gesamtkrieg zwischen den zwei Ländern?

 

Polen

Russland

Gesamtbevölkerung

38.500.000

142.500.000

Arbeitskraft für den Dienst geeignet

15.500.000

47.000.000

Jährliches erreichen des Alters für das Militär

435.000

1.355.000

Aktives Militärpersonal

120.000

766.000

Luftfahrzeuge (aller Arten)

461

3.547

Helikopter

210

1.237

Tanks

1.009

15.398

 

Was, wenn sich zwei Wochen danach, aufgrund des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes, die Geschichte wiederholt und Deutschland Polen von der westlichen Seite aus fertig macht, mit der Behauptung, es müsse seine Territorien zurückerobern, die es („zu Unrecht“) 1945 an Polen verloren hat?

Polen

Deutschland

Gesamtbevölkerung

38.500.000

80.850.000

Arbeitskraft für den Dienst geeignet

15.500.000

29.900.000

Jährliches erreichen des Alters für das Militär

435.000

790.000

Aktives Militärpersonal

120.000

180.000

Luftfahrzeuge (aller Arten)

461

676

Helikopter

210

359

Tanks

1.009

408

Angaben zur Verfügung gestellt durch GlobalFirePower.com.

Die Warschauer Regierung wird vom Westen umschmeichelt, dieser meint nämlich Polen sei, „das einzige, das zwischen Putin und Europa stände“ und verhält sich so, obgleich es bis zum Köder gestiegen ist.1)Don’t Mess With Poland, War is Boring, 2014-03-28..

Ein grober Vergleich der Waffengewalt und des militärischen Potenzials in der oberen Abbildung zeigt, dass Polen bei der Auseinandersetzung mit jedem seiner Nachbarn geringe Chancen hat, geschweige denn mit der Koalition der beiden. Keine Menge an Entwicklung von Rüstungsgütern kann deren Vorteil ausgleichen und Warschau hat nach wie vor verkündet, es habe vor die Militärausgaben zu erhöhen, um die Größe der Armee Polens zu erweitern.

Wenn eine kleine Nation einem Angriff einer anderen gegenübersteht, die um einiges größer ist, kann sie sich für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden:

1 ein Bündnis zu schließen oder

2 eine eigene sehr starke Waffengewalt zu haben, die als Abschreckung fungiert.

Bei einem Bündnis sieht man, wie unsolide so etwas ist, insbesondere dann, wenn das bedürftige Land zu schwach ist. Die Abhängigkeit von der eigenen militärischen Kapazität scheint die einzige Möglichkeit zu sein. Dennoch ist es für ein viel kleineres Land unmöglich, eine große Anzahl an Panzerwagen und Luftfahrzeugen zu fertigen und aufrechtzuerhalten, so dass dies eine Größe ist, die mit einem stärkeren Angreifer vergleichbar wäre. Eine neue Strategie wird erfordert. Statt schwere und technische entwickelte Waffen herzustellen oder zu erwerben, die durch den rein zahlenmäßig überlegenen Gegner leicht außer Gefecht gesetzt werden können, kann sich eine kleine Nation dafür entscheiden, Taktiken eines Kleinkrieges anzuwenden, wie diese während der Napoleonischen Invasion in Spanien, der Volksbefreiungsarmee in Jugoslawien zur Zeit der deutschen Besatzung oder der vietnamesischen Kämpfer in Kriegszeiten, wo dieses kleine Land erfolgreiche Feldzüge gegen die mächtigen USA führte. Solche Taktiken bedeuten eine Verbreitung von Betriebsmittel (Kriegsmaterialien und lebenserhaltende Quellen) und das Verwandeln eines jeden leistungsfähigen Bürgers in einen Krieger, der ein Sturmgewehr zur Verfügung hat, (so wie die Bürger Amerikas und der Schweiz), schultergestützte Geschosse (wie die Kämpfer des Islamischen Staates, ISIS) und wurde über die Grundkenntnisse militärischer Fachkompetenz unterrichtet. Das Land könnte mit einer Unzahl kleiner Bunker bestreut sein (ähnlich wie diese, die zur Zeit des Enver Hoxha gebaut waren). So eine Nation, wenn auch klein, könnte sich selbst gegen jede Art von Gegner stützen, welcher, obwohl mächtiger, mit einer Brandwunde rechnen müsste, die er kriegen könnte, eher Bedenken haben würde als sich zu bemühen, so ein kleines Land zu besetzen. Eine Bürgschaft, die so bewaffnet ist, kann nur in einem ethnisch homogenen Land denkbar sein (Polen ist eines), wo keine Feindseligkeit unter den Menschen und der Führungsschicht herrscht (in Polen gibt es zur Zeit keine) und die Leute nicht ihre Waffen aufeinander richten.

Es war das kleine Finnland, das 1939 drei Monate lang den sowjetischen Angriffen Widerstand geleistet hat, ohne Rückgriff auf gepanzerte oder auf solche Einheiten, die aus der Luft angreifen und ohne dass fremde Armeen zu Hilfe kommen würden. Gelegentlich haben sich solche Taktiken als erfolgreich erwiesen.

 

 

References   [ + ]

1. Don’t Mess With Poland, War is Boring, 2014-03-28.

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