Greta Thunberg, eine Teenie, die Premierminister und Präsidenten beschimpft.

Greta Thunberg, eine Teenie, die Premierminister und Präsidenten beschimpft, weil die Umwelt nicht angemessen geschützt wird, Pacha Mama, eine Inkagöttin im Vatikan und der Papst, der die ökologische Sünde als das schwerwiegendste Verbrechen bezeichnet, oder die ecuadorianische Verfassung und die bolivianische Gesetzgebung, die der Mutter Erde die gesetzlichen Rechte verleihen: Die Welt beobachtet die Ereignisse mit angehaltenem Atem. Was ist denn los? Tritt die Menschheit in eine neue Ära ein? Ist Umweltschutz als eine neue, universelle Religion zu betrachten, oder bloß als ein blauer Dunst, hinter dem andere Motive versteckt werden? Der Planet Erde als menschlicher Lebensraum kann als einziger denkbarer gemeinsamer Nenner für die gesamte Menschheit dienen und den Weg für eine Weltregierung ebnen oder die gefürchtete neue Weltordnung. Die Abkommen und Protokolle, die in Montreal, Kyoto, Paris und anderen Orten unterzeichnet wurden und den Einsatz fossiler Brennstoffe einschränken und schrittweise unterbinden, sind wie ein Korsett, das der ganze Planet tragen muss. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass die Umwelt und nicht nationale, soziale oder religiöse Angelegenheiten im Mittelpunkt der globalen Politik und Wirtschaft zu stehen scheint. Steht uns eine kopernikanische Revolution bevor? Die Novemberausgabe des Gefira-Bulletins befasst sich eingehender mit diesem aufkommenden Phänomen. Read more

Gefira Financial Bulletin #38 is available now

    • The European inability to govern has dire consequences
    • The New CO2 Order of the Crypto Elites – Dark Visions of the Future
    • Pacha Mama or Green ideology

Heimlicher Krieg Konventioneller und unkonventioneller Krieg (und seine Führung)

Der Krieg manifestiert sich durch Keulen oder Steine, Bögen oder Streitwagen, Musketiere oder Kanonen, Panzer oder Flugzeuge, chemische oder nukleare Waffen. Der Krieg war immer mit uns und wird für immer mit uns bleiben. Die Geschichte der Menschheit ist eine Sinuswelle, in der Gipfel Perioden des Friedens und Täler die des Krieges sind: was Menschen üblicherweise unternehmen, wird von Interessen bestimmt, die im Widerspruch zu Interessen anderer Menschen stehen. Alle Elemente der Kriegsführung gab es schon früher, obwohl einige Facetten der Art, einen Krieg zu führen, heute so ausgeprägt sind wie nie zuvor. Da heißer Krieg heutzutage einen gewaltigen Ressourcen- und Menschenverlust und eine sichere gegenseitige Zerstörung bedeutet, wird moderner Krieg immer lieber mit wirtschaftlichen, IT- und insbesondere mit Propaganda-Mitteln geführt. Ein Angreifer braucht nicht unbedingt rohe Gewalt, um den Willen seines Gegners zu unterwerfen: Ein moderner Angreifer kann auf eine ganze Reihe von Waffen zurückgreifen, beispielsweise auf psychologische Operationen, Börsenspekulationen, Farbrevolutionen, Staatsstreiche, Menschenrechtsbewegungen und geopolitisches Vakuum, internationale Verträge, Nicht(?)regierungsorganisationen, supranationale Konzerne, internationale Auszeichnungen und alle anderen denkbaren Instrumente, die dem Angreifer zur Verfügung stehen, um den politischen, moralischen oder wirtschaftlichen Druck auf den Zielstaat des Angreifers auszuüben. Diese moderne Kriegsführung wird unter verschiedenen Namen geführt, von denen hybride Kriegsführung, heimlicher Krieg oder immaterieller Krieg am häufigsten verwendet werden. In der Oktoberausgabe von Gefira werden Theorie und Praxis solcher internationalen Konflikte thematisiert.

Gefira Financial Bulletin #37 ist jetzt verfügbar

  • Vorbereitung auf den heimlichen Krieg und sein Arsenal
  • Dynamik der geopolitischen Zerstörung eines Ziellandes
  • Schaubühnen des heimlichen Krieges
  • Die Europäer zerstören ihre Energiesicherheit; Wir rechnen nach wie vor mit einem
  • Öl-und Gasunternehmen sind nach wie vor eine großartige Investition, jedoch wegen Politik riskant

Gefira-Bulletin #36 China – Übersicht

Die Ferien sind vorbei, und um das zu kompensieren, begeben wir uns mit unseren Lesern auf eine exotische Reise nach China. Die unipolare Welt weicht einer di- oder multipolaren. Die Sowjetunion ist verschwunden, die russische Militärmacht jedoch nicht. Die Vereinigten Staaten sind die größte Volkswirtschaft der Welt, aber China holt alles schnell nach und der Abstand wird mit jedem Jahr kleiner. Die BRICS-Initiative mag gescheitert sein, aber die Zusammenarbeit zwischen Peking und Moskau ist eine Herausforderung, die Washington nicht als unbedeutend bezeichnen kann. Vor allem ihren gemeinsamen Versuch, den internationalen Handel zu entdollarisieren. Politiker und Analysten sprechen zunehmend von der Thukydides-Falle, einer Theorie über herrschende und aufstrebende Mächte. Die Macht, die von ihrer beherrschenden Stellung verdrängt zu werden droht, hat keine andere Wahl, als zu reagieren. Die Antwort kann in Form eines relativ milden kommerziellen oder diplomatischen Zusammenstoßes mit dem aufstrebenden Staat erfolgen, ansonsten kann es leicht zu einem Krieg kommen. Die Geschichte kennt sehr viele Fälle von Kämpfen zwischen herrschenden und herausfordernden Mächten, von denen die meisten in einem Blutvergießen enden. Es wird sich zeigen.

Gefira Financial Bulletin #36 ist jetzt verfügbar

  • Negative Zinssätze und Geldfluss
  • China setzt auf Gold
  • Die größte Armee der Rentner in der Welt entsteht in China

Das heißt nicht, dass China keine eigenen Probleme hat. Es hat seine wirtschaftlichen und demokratischen Rückschläge. Das Reich der Mitte hat noch viel aufzuholen, wenn man die Wirtschaftsleistung und -entwicklung des Landes mit der des Westens vergleicht, während die seit Jahrzehnten geltende Ein-Kind-Politik zu einem erheblichen Rückgang der Arbeitskräfte und zu einer enormen Rentnerwelle führt, für die gesorgt werden muss. Dennoch konzentrieren sich die Chinesen auf den Erfolg. Disziplin, sozialer Zusammenhalt, hohe moralische Standards, effiziente, zentralisierte Entscheidungsfindung, eine Vision der Zukunft und der Ehrgeiz, der der Regierung und den Regierten gemeinsam ist, mit dem Ziel, die Nation groß zu machen – es sind alles sichere Wege zu einer großen Zukunft. Chinesischkurse werden in der ganzen Welt angeboten, einschließlich Osteuropa. Sie werden nicht nur Geschäftsleuten, sondern auch Kindern angeboten. Bloß diese einzige Tatsache spricht Bände und wir beschreiben viele andere im aktuellen Bulletin.

Endloser wirtschaftlicher Rückgang und immer niedrigere Zinssätze: Es ist Demographie, du Dummkopf!

Wir schauen seit nunmehr vier Jahren für unsere Leser in die Zukunft. Wir verfügen über einen Blickwinkel, der uns die Mechanismen erkennen lässt, die die heutige geopolitische und wirtschaftliche Realität und ihre demographische Entwicklung antreiben. Viele trauen sich nicht, ihre Stimme zu erheben – wir schon. Für das Establishment ist die Philosophie von der sozialen Gerechtigkeit wichtiger als die Realität. Gleichheit ist eine neue Religion, die das Christentum verdrängt hat. Das Problem ist, dass die wahre Welt sich nicht an die Regeln von sozialer Gerechtigkeit hält. Wer in den sechziger oder siebziger Jahren die demographische Realität verstanden hätte, hätte mit Immobilienspekulation sehr viel Geld verdienen können. Viele glauben weiterhin, dass die Bevölkerung weiter anwachsen und auch die Urbanisierung in der vorhersehbaren Zukunft fortschreiten wird. Viele Menschen glauben, dass dieser Prozess sich fortsetzt. Das ist die sogenannte Trägheit des Denkens. Seit die Bevölkerung in den verschiedenen europäischen Städten zu schrumpfen begonnen hat, können Immobilieninvestitionen zu einem wahren Desaster ausarten.

Seit 2015 schreiben wir, dass die Zinsen nie wieder steigen werden. Sie mögen wohl für einen begrenzten Zeitraum wieder leicht nach oben gehen, aber sogar die Mitglieder des Fed-Vorstands wussten, dass sie Witze machten, als sie sagten, die Finanzmärkte würden sich wieder beruhigen.

Gefira Financial Bulletin #35 ist jetzt verfügbar

  • Südafrika – Europas Zukunft
  • Südafrikas Wirtschaft kollabiert
  • Zinsraten auf ewigem Sinkflug

Weil die demographische Wirklichkeit in Südkorea noch schlimmer ist als in Japan, wollen die südkoreanischen Konzerne um fast jeden Preis und unbedingt die Möglichkeit bekommen, junge Arbeitskräfte aus dem Norden anzuheuern. Als Präsident Trump Kim Jong Un den Raketenmann nannte und die Experten wegen der Gefahr eines Krieges hysterisch wurden, schrieben wir mehrfach, dass Frieden nur eine Frage der Zeit war. Heute sind die Feindseligkeiten zwischen den beiden Koreas Vergangenheit und die beiden Staaten arbeiten langsam auf die Wiedervereinigung hin.

2017 hatte der normale Finanzjournalist noch nie etwas von Mini-Bots gehört, also den Mini-Staatsanleihen, wohingegen unsere Leser darüber voll im Bilde waren. Wir schrieben einmal von der Möglichkeit für Italien, Mini-Bots als Parallelwährung einzuführen.

2016, als der Bitcoinkurs bei 1000 Dollar stand, empfahlen wir unseren Lesern, sich die Kryptowährung genauer anzuschauen, und als der Kurs abstürzte, schrieben wir, dass wir glauben, er würde wieder auf 100 000 Dollar hochschnellen. Derzeit liegt der Bitcoinkurs bei 9300. Bei Gold waren wir weniger enthusiastisch, aber wir bezeichneten es jedenfalls als sichere Anlage, mit der sich Investoren gegen Wechselkursschwankungen absichern könnten. Jetzt, wenn die Realität der Finanzwelt vor dem Zusammebruch steht und die Zentralbanken kein Licht mehr im Tunnel sehen, sehen wir die Zukunft des gelben Metalls rosa.

Jedoch müssen wir einräumen, dass wir – bisher jedenfalls – beim Ölpreis daneben lagen; er ist immer noch bei 50 bis 60 Dollar/Fass. Wir bemerken hier gegenwärtig zwei unterschiedliche Tendenzen: Die Weltwirtschaft stagniert, während China den Aufstieg in den Kreis der Industrienationen geschafft und seine Bevölkerung zu schrumpfen begonnen hat. Daher wächst die Nachfrage nach Öl weniger schnell.

Bei einem Preis von unter hundert Dollar ist mehr als 50% der US-Ölproduktion wirtschaftlich nicht nachhaltig; wenn sie zu schwächeln beginnen wird, wird der Ölpreis nach oben gehen und eine ernste Wirtschaftskrise auslösen. Im Septemberbulletin 2018 schrieben wir, dass „Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran nach den Kongresswahlen im November zunehmen werden. Wir können mit einem begrenzten Tankerkrieg rechnen, wie schon damals im irakisch-iranischen Krieg, wo es zu Angriffen gegen Öltankschiffe kam. Ein solcher „Tankerkrieg begann, als der Irak in den ersten Monaten des Jahren 1984 die Ölabfertigungsanlagen und die Tankschiffe auf der Kharg-Insel angriff. Aus Angst vor einer US-Intervention begrenzten die Iraner ihre Vergeltungsschläge auf irakische Schiffe und ließen den Schifffahrtsweg für den internationalen Transport offen.“ Wir wissen nicht, wer hinter den Angriffen steht. Es gibt genug Parteien, die ein gesteigertes Interesse haben, die USA in einen Krieg gegen den Iran zu treiben.

Viele Analysten glauben, dass der Aufstieg Chinas das Ende der US-Hegemonie bedeute; sie argumentieren, eine multipolare Welt werde Macht gleichmäßiger verteilen und die USA könnten nicht mehr wie gewohnt, ihre Interessen unilateral durchsetzen. Wir sind überzeugt, dass in den westlichen Ländern der Verfall schon sehr weit fortgeschritten ist, obwohl die meisten ihrer Einwohner wohl immer noch glauben, ihrem Land gehe es gut. Mit dem Niedergang des Westens werden viele Regionalmächte um einen Platz am Tisch der Großen kämpfen, und der Wiederaufstieg des Osmanischen Reichs hat gerade erst eingesetzt. Read more in Gefira 35

Der Weg zu modernen Kriegen

Präsident Trumps Politik ist eine Mischung aus militärischen Drohungen und Wirtschaftskrieg und sein Ziel ist die Rückeroberung einer hegemonialen Stellung für die USA; denn nur so glaubt er insbesondere China, einen erstarkenden Widersacher, im Zaum halten zu können. Peking war und ist sehr erfolgreich darin, sich technisches Know-how anzueignen und seinen Einfluss weit über die eigenen Grenzen hinaus auszuweiten; was Zentralasien und den pazifischen Raum angeht, hat es insoweit im Vergleich zu den Amerikanern den Vorteil der geografischen Nähe. Als 2013 Trump für das Präsidentenamt kandidierte, schrieben wir:

​“Trumps Kriegsrhetorik kommt bei seinen Unterstützern gut an und geht einen Schritt weiter als Obamas Beschwörung der amerikanischen Außergewöhnlichkeit. In New Hampshire war Trump nicht weit von einer Kriegserklärung an China entfernt. Denn er sagte folgendes: ‚Schaut euch an, was China gemacht hat, sie haben unser Geld genommen, unsere Arbeitsplätze, unsere Industrie, und wir schulden ihnen 1,5 Billionen Dollar, das ist wie ein Zaubertrick, sie haben alles genommen und wir schulden ihnen Geld.‘ Trump hat seinen Zuhörern nicht gesagt, dass die Rückverlagerung von Arbeitsplätzen in die USA teuer werden wird. Chinas Pro-Kopf-BIP liegt bei ungefähr 7.500 Dollar, das der USA bei ungefähr 55.000 Dollar. Trumps Chinarhetorik ist unmissverständlich: China hat gestohlen, was den USA gehört, und es gibt keinen Grund, die US-Schulden an China zu bezahlen. Die Welt sollte sich darauf einstellen, dass Herr Trump der 45. Präsident der USA wird.

Gefira Financial Bulletin #34 ist jetzt verfügbar

  • Die aktuellen Ereignisse – und was in den Karten liegt
  • Gibt es einen Antisemitismus der eingeborenen Europäer?
  • Groß-Israel

Präsident Trump möchte der gesamten Welt seinen Willen aufzwingen, aber wenn man bedenkt, dass die USA heute in Konflikt mit Kuba, Venezuela, Iran, Syrien, Russland, China und Nord-Korea sind, ist mit einem großen Krieg in nächster Zeit nicht zu rechnen, umso mehr, wenn man sich vor Augen hält, wie festgefahren die militärische Lage in Afghanistan, dem Irak, Pakistan, Jemen und Libyen ist. Washington verfügt aber über eine Reihe von weiteren Optionen und die beinhalten:

  1. Das Entfesseln von Stellvertreterkriegen wie z.B. die Finanzierung afghanischer Widerstandskämpfer gegen die Russen in den 1980-ern.
  2. Die Verhängung von Wirtschaftssanktionen und das Einfrieren ausländischer ‘feindlicher’ Gelder. Das funktioniert sehr gut gegen kleine Länder. Es scheint gegen den Iran weniger und gegen Russland gar nicht zu funktionieren. China und Russland verstärken ihre Anstrengungen zum Aufbau eines alternativen Zahlungssystems und die Europäer – hier sei an Deutschlands Beteiligung am Nord-Stream-II-Projekt erinnert, gegen das die USA massiv zu intervenieren versuchten – verweigern insoweit den USA ihre Gefolgschaft.
  3. Die Entfesselung von Farben-Revolutionen, wie die orange-farbige Revolution in der Ukraine im Jahr 2004 oder die grüne Revolution im Iran 2009. Diese Strategie hat nicht immer die erwarteten Früchte getragen; die Versuche, die venezolanische Regierung zu stürzen, sind bisher gescheitert.

Nebenbei halten wir fest, dass diese Revolutionsstrategie auch von den Feinden des Westens angewandt werden kann. Solche Revolutionen können nur in politisch und wirtschaftlich instabilen Gesellschaften ausbrechen und diese Vorbedingung besteht–vermehrt – auch in den USA und Europa, wo sich die ethnischen und religiösen Gräben vertiefen. Der Iran, Russland und China können Minderheiten in Europa mit Waffen ausrüsten und auf diese Weise diese Länder von innen destabilisieren, wie es die Amerikaner in Syrien vorgemacht haben. Die türkische Regierung verfügt über ein weites Netz von Diyanet-Moscheen, über das sie Waffen in den Vorstädten von Paris, Lyon und Marseille ausgeben kann.

Washington kann sich nicht entscheiden, welche Außenpolitik es verfolgen will. Die Demokraten wollten die US-Einmischung im Mittleren Osten und insbesondere in Syrien fortsetzen, wo unter Obamas Präsidentschaft Gotteskrieger ohne Berücksichtigung ihrer politischen Haltung bewaffnet wurden, solange sie für den Sturz von Präsident Assad zu kämpfen bereit waren.4 Die jüdische Lobby in Washington macht Stimmung für einen Waffengang gegen den Iran, der jedoch sehr teuer werden dürfte. Die von Teheran geschmiedete Koalition aus dem Libanon, Syrien und dem Irak wird als unmittelbare Bedrohung Israels angesehen, was bedeutet, dass Tel Aviv früher oder später dafür sorgen wird, dass die USA den Iran bombardieren. Der israelische Luftschlag gegen die irakischen Atomforschungseinrichtungen von 1981 ist hier gewissermaßen der Präzedenzfall. 

Source: AIPAC pro-Israel Lobby

Obwohl die große Mehrzahl von Trumps Wählern keinen Krieg gegen den Iran will, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Spannungen eskalieren werden. Die Türkei hat bereits klar gemacht, dass sie nicht bereit ist, einen höheren Ölpreis zu akzeptieren und dass sie versuchen könnten, die Sanktionen zu umgehen. Es gibt Gerüchte, die besagen, dass die Chinesen nicht mehr iranisches Öl kaufen.6 Es ist davon auszugehen, dass die Chinesen sie in die Welt setzten, um die US-Regierung hinter die Fichte zu führen. Die Weltwirtschaft kann sich höhere Energiepreise nicht leisten. Sollte der Benzinpreis an den Tankstellen wegen eines weiteren unnötigen Kriegs nach oben gehen, wird das Trumps Chancen auf Wiederwahl am 3. November 2020 sicherlich nicht verbessern.- Alas! Read more in Gefira 34

Die Japanische Krankheit wütet bald weltweit

Vielleicht haben Sie schon von der sogenannten Japanischen Krankheit gehört, eine Krankheit, der die gesamte industrialisierte Welt zum Opfer fällt, eine Krankheit, die zuerst in Japan ausbrach und so ihren Namen bekam. Nein, haben Sie nicht? Eigentlich nicht verwunderlich. Es ist kein biologisches Leiden wie HIV oder eine neue Form der Metastase. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es schon biologisch. Es ist insofern biologisch, dass die Menschen in all den reichsten und entwickeltesten Ländern – ob nun in Asien, in Europa, in Nord-Amerika oder Australien – schon vor langer Zeit aufgehört haben, sich zu vermehren. Crescite et multiplicamini ist nicht mehr eine Option für die Bürger einer Gesellschaft, denen es materiell an nichts fehlt. Hedonismus hingegen ist eine. Ob die Ursache mental ist oder wirtschaftlich, kontrolliert von den Machthabenden oder spontan, ist hier nicht entscheidend. Die Wirkungen sind spürbar und darauf kommt es an.

Volkswirtschaften, die auf Schuldenmachen gründen, sind auf Wachstum angewiesen, da nur so die Schulden zurückbezahlt werden können; Wachstum entsteht durch vermehrten Konsum; Konsum bedeutet Nachfrage, und Nachfrage wird von Menschen, insbesondere jungen Menschen, generiert. Die Zahl der Jungen schrumpft jedoch. Mit jedem Jahr, mit jedem Jahrzehnt. Es ist zwar richtig, dass die Lebenserwartung in den Industrieländern weitaus höher ist als sonst wo in der Welt, aber es sind nicht die Alten, die die Nachfrage befeuern. Alte Menschen haben bereits, was sie brauchen. Und die eine besondere Nachfrage, die sie kreieren, nämlich nach medizinischen Diensten, wird von der gesamten Gesellschaft bezahlt.

Gefira Financial Bulletin #33 ist jetzt verfügbar

  • Die Japanische Krankheit wütet bald weltweit
  • China Die Oktoberrevolution: Ein Déjà-Vu?
  • Enteignung – eine seit langem verfolgte Politik

Wenige junge Menschen bedeutet wenig Nachfrage, das wiederum bedeutet geringe Stimulanz für die Wirtschaft, daher kein Wachstum, was alles wiederum zu steigenden Schulden führt. Was kann unternommen werden? Es gibt ein paar Lösungsmöglichkeiten. Ganz vorne in der Liste der möglichen Lösungen: Junge Menschen aus den anderen Weltteilen importieren. Zweite Möglichkeit: Die Mittelklasse finanziell zur Ader lassen und sie die Kosten, die die gesamte Gesellschaft tragen müsste, bezahlen lassen. Diese Strategie muss natürlich mit einer entsprechenden Ideologie unterfüttert werden, damit die Menschen das Spiel nicht durchschauen. Ausländer überfluten Westeuropa und die USA? Eine Bereicherung, und auch eine menschliche Verpflichtung, denen in Not zur Hilfe zu eilen. Negative Zinsen und höhere Steuern? Soziale Solidarität. Gegen solche hochfliegenden Ideale kann doch sicherlich niemand etwas haben.>

In dieser Ausgabe von Gefira wollen wir die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die bereits erwähnte Japanische Krankheit und was daraus folgt lenken. Wirkungen folgen auf Ursachen. Dass die weißen Europäer beschlossen, keine Kinder mehr zu haben, ist ja ok, aber dann müssen sie sich auch von ihrer Wohlstandsgesellschaft verabschieden oder … irgendwie die nicht geborenen Sprösslinge ausgleichen: sie müssen die „bemitleidenswerten Abgedrängten“, wie es in der Inschrift der amerikanischen Freiheitsstatue lautet, aufnehmen. Und etwas von ihren angehäuften Reichtümern aufgeben. Der Westen hat viel auf die Seite legen können, weil er keine Kinder mehr haben wollte, und muss heute darauf zurückgreifen, um für die alternde Gesellschaft zu sorgen und sie am Leben zu erhalten. Wenn die Menschen die Aufforderung crescite et multiplicamini befolgt hätten, wären sie heute nicht in dieser schwierigen Lage. Aber so ist es nun einmal.  Read more in Gefira 33 

Die Auflösung der europäischen Gesellschaften

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron folgt den Spuren seines Vorgängers – seine Popularität sinkt in den Meinungsumfragen ins Bodenlose. Der Politiker, der aus dem Nichts kam und dessen einzige Aufgabe darin bestand, Marine Le Pens Sieg zu verhindern, setzt unbeirrt eine Politik im Interesse derer um, die ihn an die Macht gebrachthaben und an deren Vorgaben er sich halten muss. Die von ihm getroffenen Maßnahmen, ob aus freien Stücken oder auf Anweisung, stießen auf den Widerstand vieler Wähler. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir wissen, ob die Bewegung der Gelbwesten das spontane Engagement vieler Einzelner ist, eine Nebenarena des Machtkampfes innerhalb der zerstrittenen Eliten Frankreichs, oder eine Folge der Einmischung fremder
Mächte, ob Russland oder die USA.

Die Probleme des Alten Kontinents wurden nur vertagt, die Bombe tickt im Verborgenen weiter und wird, wenn entsprechende Umstände eintreten, hochgehen. Das Programm der quantitativen Lockerung, das vor einigen Jahren aufgelegt wurde, hat Europa um eines der wichtigsten Instrumente, die einer Volkswirtschaft zur Verfügung stehen, gebracht, nämlich Geld, das, wenn es unbegrenzt gedruckt wird, seinen eigentlichen Zweck einbüßt. In die Reihe substantieller Probleme der EU findet sich dann noch der demographische Niedergang sowie die Tatsache, dass die EU-Mitgliedstaaten über die Frage der Einwanderung aus Ländern der Dritten Welt heillos zerstritten sind, womit sich ein Bild des Zustands der EU zeigt, das niederschmetternder kaum sein könnte.

Gefira Financial Bulletin #31 ist jetzt verfügbar

  • Die Auslöschung weißer Europäer.
  • Ein Mord und eine Lüge zu viel.
  • Neues Vertrauen in Gold?.

Wir wissen nicht, wo und wann die einzelnen tektonischen Platten aus Politik, Wirtschaft und Demographie mit zerstörerischer Gewalt aneinander stoßen werden, aber was wir wissen, ist, dass es zu Verwerfungen kommen wird, die Regierungen stürzen werden, und dass das gegenwärtige Machtgleichgewicht zerbrechen wird. Weder Russland, noch China, noch die USA werden den Dingen einfach ihren Lauf lassen. Sie werden jede Möglichkeit, die ein geschwächtes Europa ihnen bietet, am Schopf greifen, um (das gilt für Washington und Moskau) ihren Einfluss auszuweiten und zu vertiefen, bzw. (für Peking) ihre Brückenköpfe zu verstärken. Continue reading