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Du sollst nicht über das Aussterben der niederländischen Bevölkerung sprechen

Die demographische Lage der Niederlande ist ein heikles Thema. Seit Anfang der siebziger Jahre gebären die Frauen zu wenige Kinder, um dem Bevölkerungsrückgang vorzubeugen. Nach unseren Berechnungen sinkt die Zahl der indigenen Bevölkerung Hollands. Da sie bis zum Ende dieses Jahrhundert um 60% schrumpfen wird, während die Gesamtzahl der Einwohner steigen wird, wird das Land unausweichlich seinen westlichen Charakter verlieren. Das niederländische Establishment, ähnlich wie die Eliten der anderen westlichen Länder, wünscht sich, dass Menschen solche Entwicklungen begrüßen. Mathematische Belege und die aus ihnen resultierenden Folgen für die indigene Bevölkerung werden als „Populismus” “Extremismus” bezeichnet und als “rechtsradikal”, als ein Gedankenverbrechen eingestuft. Die Wissenschaftler, die es bezweifeln, dass die kommenden Veränderungen sich positiv auf die europäischen Nationen auswirken werden, werden von Hochschulen entfernt.

Die kommenden Veränderungen sind schon sichtbar und man kann versuchen, darauf basierend, exakte Prognosen zu erstellen. Die Geschichte lehrt uns, dass die Migration in solchem Ausmaß zu Konflikten mit dem ethnischen Hintergrund führen wird. Doch die modernen Wissenschaftler behaupten, das so was wie die niederländische Ethnie gar nicht existiere. Deswegen wird jeder, der einen holländischen Pass besitzt als ein echter Niederländer betrachtet.

Die Definition der Ethnie, wie viele Termine in der Wissenschaft, ist nicht klar. Die Philosophen kennen das Problem und nennen es die Paradoxie des Haufens. Stellen wir uns einen Haufen aus Sandkörnern vor, aus dem wir ein Sandkorn nach dem anderen entfernen. Es stellt sich die Frage: wieviel Sandkörner müssen wir entfernen, bis wir feststellen können, dass es kein Haufen mehr ist? Obwohl man keine deutlichen Unterschiede zwischen manchen Ethnien nicht bestimmen kann, bedeutet es doch nicht, dass sie nicht existieren.

Dieselben politischen und akademischen Kreise, die das Bestehen der niederländischen, schwedischen oder deutschen Kultur in Frage stellen, erkennen solche Ethnien wie Kurden, Tataren, Palästinenser oder Juden an. Wenn die Mitglieder der erwähnten Ethnien die Bürgerschaft eines westeuropäischen Landes erhalten, werden sie auf einmal zu Niederländern, Franzosen, Schweden, Deutschen oder Briten.

Das Bestehen der niederländischen Nation zu leugnen war früher kein Problem, da seine Mitglieder früher eine Mehrheit bildeten. Alle politischen Parteien und Gruppierungen sagten Ja zu den Privilegien für afrikanische und asiatische Minderheiten. Die Minderheiten verbanden sich später zu Interessengruppen und erhielten finanzielle Unterstützung, die ihnen den Schutz vor der rechtsradikalen Bigotterie ermöglichte. Man holte sich dabei das Argument her, die Demokratie beruhe auf dem Schutz der Minderheiten.

Da die Massenmigration nach Europa im Allgemeinen, und in Holland insbesondere, jedes Jahr stattfindet, und die indigene Bevölkerung zu wenige Kinder hat, um sich ihre eigene Zukunft zu sichern, begannen die Demographen auf einen beunruhigenden Trend hinzuweisen: kleine Minderheiten wachsen exponentiell und der Islam ist die sich am meisten verbreitende Religion in Holland. Währenddessen schrumpft die niederländische Bevölkerung. In Amsterdam haben 55% der Jugendlichen einen nicht-westlichen Migrationshintergrund, und nur 35% von ihnen hat eine Mutter, die nicht im Inland geboren ist.

Im vorigen Monat begann eine Diskussion über die demographische Zukunft des Landes. Manche Wissenschaftler behaupteten, dass die Bevölkerung bis auf 20 Mio. steigen wird. Seit Jahren wird von den meisten doch die Zahl von 18 Mio. prognostiziert. Laut einem Presseartikel aus dem Jahre 1970, behaupteten die Fortschrittlichen Liberalen von der D66, dass die Bevölkerungszahl Hollands 18 Mio. nicht überschreiten darf. Um also das Niveau zu halten, sollten die Frauen, die mehr als 4 Kinder haben, obligatorisch sterilisiert werden. So wie in den anderen europäischen Ländern lag die Fruchtbarkeitsrate damals um 2,1.

Seither sank die Zahl der Kinder pro Frau auf 1,55. Um der Bevölkerung den Ersatz zu gewährleisten, sollte sie eben 2,1 betragen. 1990 begann Holland eine große Zahl von Migranten im Rahmen des Programms “des Familiennachzugs” aufzunehmen. Die Gastarbeiter durften ihre Frauen und Familien holen. Kein Wunder also, dass die Fruchtbarkeitsrate bis 1996 auf 1,7 anstieg.

2001 begannen die Proteste der Niederländer gegen die wachsende Zahl der Migranten. Infolgedessen kam der Antimigrationspolitiker Pim Fortuyn an die Macht und die Zahl der Migranten aus dem nicht-westlichen Ausland sank. Doch seit 2013 erreicht sie wieder neue Rekordzahlen. Laut offiziellen niederländischen Angaben kamen zwischen 2015 und 2017 270 000 Migranten aus dem nicht-westlichen Ausland, davon kamen in ihre Heimat 130 000 zurück. Durch diesen Zufluss der Menschen prognostizierten viele Demographen, dass die Bevölkerungszahl Hollands 18 Mio. überschreiten wird. Man hätte erwarten können, dass die fortschrittliche D66 jetzt mal die Schließung der Grenzen für Migranten vorschlagen wird, so was ist jedoch nicht passiert. Die obligatorische Sterilisierung der niederländischen Frauen war ein fortschrittlicher Gedanke, aber die afrikanischen Migranten vor der Tür Hollands zu halten, ist Rechtsextremismus.

Hier stellt sich die Frage: welche Zukunft kommt auf die niederländische Bevölkerung zu? Eurostat behauptet, dass eine Person, deren zwei Elternteile in Holland geboren sind, ein echter Holländer ist. Kinder, die in einer muslimischen Familie geboren sind, der Ethnie Pashto angehören, Apana, Armaghan, Asfand oder Awalmir heißen und eine muslimische Schule besuchen sind ebenso holländisch wie ihre eingeborenen holländischen Gleichaltrigen. Es spielt keine Rolle, dass ihre Großeltern in Karachi geboren sind, und andere Mitglieder ihrer großen Familie weiter in Pakistan leben. Theoretisch – so ist die Ansicht der Beamten und des geehrten Hochschulmilieus – könnte die ganze Bevölkerung schwarz werden, ihre Wurzeln in Afrika oder in Asien haben und trotzdem weiterhin niederländisch bleiben. In den niederländischen Städten gibt es schon Bezirke, wo es schwierig ist, eine weiße Person zu finden. Doch laut offiziellen Angaben gebe es kein Gebiet, wo die indigenen Holländer eine Minderheit sind.

Um besser das Schicksal der Niederländer zu begreifen, gaben wir die offiziellen statistischen Daten aus dem Jahr 1985 in Cerberus 2.0 ein, das Computerprogramm, dass die demographischen Wandlungen berechnet. Dazu kamen noch die offiziellen Daten über Sterbe- und fruchtbarkeitsraten, und das Programm lieferte uns Ergebnisse über die Bevölkerungszahl in den kommenden Jahren. Im Falle der Prognose für die Periode nach 2015, zeigte das Programm die Raten auf einem konstanten Niveau, etwa auf dem von 2015. Es prognostizierte aber auch, dass die Bevölkerungszahl Hollands nach 2013 ohne Migration zu sinken beginnt, um endlich eines Tages Null zu erreichen. Viele offizielle Statistiker erwarten einen Anstieg der Fruchtbarkeit, doch wir erwarten, dass sie sich wegen der sozialen Veränderungen nicht verbessern wird. Professor Paul R. Ehrlich, ein angesehener amerikanischer Biologe, der durch seine Warnungen über die Konsequenzen des Anstiegs der Bevölkerung bekannt wurde, war der Meinung, dass die Emanzipation mit allen ihr begleitenden Erscheinungen das beste Werkzeug gegen Babybooms sei. Ironischerweise besteht die Emanzipation darin, dass die Frauen nicht das machen dürfen, was sie am meisten mögen – Kinder erziehen.

Die linken Politiker argumentieren, dass Frauen mehr Kinder durch die kinderfreundliche Politik mehr Kinder bekommen werden. Schweden hat die beste feministische kinderfreundliche Familienpolitik, trotzdem bekommen schwedische Frauen kaum Kinder mehr. Das Land muss fruchtbare Afrikanerinnen importieren, um die Fruchtbarkeitsrate zu erhöhen.

Bis 2100 wird die indigene Bevölkerung Hollands auf 8 Mio. schrumpfen. Die Eingeborenen werden langsam ersetzt, aber die neuen Holländer werden nicht aus den westlichen Ländern, ja auch nicht aus Osteuropa kommen, wo es überall eine demographische Krise gibt. Beispielweise in Polen war in den 80-er Jahren eine ganz große katholische Familie eine Normalität, so dass ein großes Potenzial der billigen polnischen Arbeitskraft bestand, das man in Holland gern nutzte. Seither sank da die Fruchtbarkeitsrate sogar unter 1,3. Die Generation der Polen zwischen 15 und 20 ist um 30% kleiner als die der im Alter 20-25. Nach 2020 ist der Zufluss der Arbeitskräfte aus Mitteleuropa in den Westen zu Ende. Dass ein visumfreier Verkehr für Ukrainer ermöglicht wurde, war ein verzweifelter Versuch, die Ukraine ihrer Jugend zu berauben und das Schrumpfen der westlichen Arbeitskräfte vorzubeugen. Doch inzwischen schrumpfe die Fertilitätsrate in der Ukraine auf fast 1,0 und die ukrainische Jugend verschwindet langsam aber sicher.

In den nächsten Jahrzehnten wird es immer Menschen aus Mitteleuropa geben, die es willig sein werden, nach Holland umzuziehen. Damit die Bevölkerungszahl Hollands auf dem Niveau von 18 Mio. bleibt, wird es nötig sein, auf die menschlichen Bestände im Süden zurückzugreifen. Afrika und Asien sind eine unerschöpfliche Quelle von jungen Menschen. Um also die Bevölkerung Hollands zu stabilisieren, werden seine Eliten Briten und Franzosen nachahmen und Holland in eine afrikanische Nation umwandeln müssen. Doch früher oder später wird es den Holländern bewusst, dass sie zur Minderheit im eigenen Land werden; normale Bürger werden um das Schicksal ihrer Kinder besorgt sein und sich die Frage stellen: wie hätte das passieren können?

So sind Tatsachen. Es ist kein Versuch, jemandem Angst zu machen. Es ist auch keine, wie man es zurzeit bezeichnet, rechtsradikale Paranoia. Es ist eine mathematisch belegte sichere Sache – die Migration wird im Zusammenhang mit den sinkenden Fruchtbarkeitsraten Europäer aus der Erdoberfläche wegschaffen und Holland ist hier keine Ausnahme.

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