Der europäische Blickwinkel. Auf dem Weg in die Welt von Morgen.




Marxisten haben ihr neues Proletariat gefunden: farbige Menschen

Ende des 19. Jahrhunderts und fast das ganze 20. Jahrhundert verhätschelten eben sie die Arbeiterklasse. Sie taten alles für diese Klasse, für ihr Wohlergehen und alles in ihrem Namen. Sie widmeten ihr Leben der Befreiung der Arbeiterklasse, die Kapitalisten mit bösen Absichten ausnutzten. Wer war es? Wer befreite die Arbeiterklasse? Welche guten Menschen? Es waren Söhne und Töchter der Intellektuellen (selber auch Intellektuelle), Söhne und Töchter der Beamten, des deklassierten (Land)adels, sowie zuletzt, aber nicht zumindest, die Söhne und Töchter der … Kapitalisten. Obwohl sie niemals körperlich gearbeitet hatten, und auch wenn schon, dann, um sich zu “beweisen”, obwohl sie sich niemals mit Menschen von der Arbeiterklasse einließen, idealisierten sie sie.

Ehrlich gesagt, als die Intellektuellen die Arbeiter, für die sie den Himmel auf der Erde herbeiwünschten, besser kennenlernten, wurden sie von ihren Lieblingen ganz schnell enttäuscht: von ihrer Lebensweise, von ihrem Geschmack, von ihren Witzen, Neigungen, von ihrer Mentalität und Sittlichkeit. Infolgedessen begannen sie sie heimlich zu verachten. In den Ländern, wo die von diesen Wohltätern erträumten politischen Systeme eingeführt wurden (die als sozialistische oder kommunistische Länder bekannt sind), hatten sie mit der Arbeiterklasse nichts zu tun, da sie in Luxushäusern in den von Blocks entfernten Stadtteilen wohnten.

Diese Zeiten sind längst vorbei. In den westlichen entwickelten Ländern reagierte die Arbeiterklasse kaum auf das „Gedankengut“ der linken Intellektuellen, so mussten die letztgenannten nach jemandem schauen, der diese Arbeiterklasse ersetzen könnte. Sie fanden sie schnell heraus. Es waren die Farbigen aus der Dritten Welt, die – hier wiederholt sich die Geschichte – nach wie vor von den weißen Rassisten ausgenutzt, abgeschottet und verachtet worden seien. Es sind die neuen Unterdrückten, die neuen Abgötter. Nun wurden die weißen Söhne und Töchter der wohlsituierten Weißen in der nächsten Generation zu den eifrigen Verteidigern der Rechte der Menschen aus der Dritten Welt.

Eben diese Menschen sind ihr Abgott und zugleich ihr Prophet. Karl Marx soll gesagt haben, dass ein Ereignis in der Menschengeschichte zuerst als eine Tragödie, dann als eine Farce vorkomme. Seine fanatischen Schüler spielen gerade jetzt solch eine Farce: obwohl sie für die Ankömmlinge aus der Dritten Welt plädieren, haben sie mit ihnen nichts oder wenig zu tun. Die Fremden, denen sie dienen, sind nur ein Produkt ihrer fruchtbaren Phantasie. Kommen sie näher an ihre Abgötter heran, kriegen sie Angst, verachten sie, und lassen sich mit ihnen bestimmt gar nicht ein. Trotzdem kämpfen sie für ihre unantastbaren “Rechte”.

Erinnert ihr euch an diese gelangweilten französischen Aristokraten im 17. Jahrhundert, die mit solchem Vorlieben Hirten und Hirtinnen in ihren Vorstellungen spielten? Solche Erscheinung erleben wir gerade – heute wie damals.

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