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Die Sprecherin der französischen Regierung oder der neue Standard

Einige sind alt genug, um sich daran zu erinnern, andere werden es aus Geschichtsbüchern oder Dokumentarfilmen kennen: ein Treffen zwischen dem Präsidenten John Kennedy und dem ersten Sekretär der kommunistischen Partei der Sowjetunion, Nikita Chruschtschow, beide in Begleitung ihrer Ehefrauen Jacqueline und Nina Petrowna. Diese Fotos wurden in Zeitschriften gezeigt und jedem Fernsehzuschauer präsentiert, auch in dem Land der von der kapitalistischen Ausbeutung befreiten Arbeiter und Bauern. Man kann sich nur vorstellen, wie beschämt die sowjetischen Zuschauer damals gewesen sein und sich in den kommenden Jahrzehnten gefühlt haben mussten: Die einfältigen Chruschtschows, Breschnews und Tschernjenkos verdrängten die gutherzigen Romanows, die Gortschakows, die Scheremetjews.

Egal, das System sendete eine Nachricht an alle. Schaut euch das mal an, die hier sind ab nun der neue Standard. Nachkommen der Eltern aus der Arbeiterklasse, anfangs selber Arbeiter, Anführer der zweihundert Millionen Menschen aus verschiedenen Nationen verleihen Wissenschaftlern und Gelehrten Orden. Die Ideologie triumphierte. So sehen sie aus, wie auf dem beeindruckenden Stahldenkmal „Arbeiter und Kolchosbäuerin“ von Wera Muchina. Mit diesem Unterschied jedoch, dass die Figuren in der Skulptur der Anmut und Schönheit der beiden wohlgeformten Körpern Respekt gebührten.


Die linke Idee, die unteren Sozialschichten zu erheben, funktionierte auf die gleiche Weise in allen Ländern, die den Geboten des Marxismus, Leninismus, Trotzkismus oder Maoismus gehorchten. Das ganze Spektrum der Gesichter der politischen Führer Polens, Ostdeutschlands, der Tschechoslowakei, Ungarns, Rumäniens und Bulgariens ist viel aussagekräftiger als alle kluge akademische Analysen, insbesondere dann, wenn jene Gesichter mit den Portraits der Führer der westlichen Länder konfrontiert werden. Eine unüberbrückbare Kluft.

Dieser gleichen linken Idee liegt seit kurzem einer Mission zugrunde, die Vertreter aller menschlichen Rassen außer der weißen, besonders in den weißen Ländern sozial zu erheben. Das Ziel ist es, den Nachkommen derjenigen, denen angeblich Übel und Leid angetan wurde, soll von den Nachkommen derjenigen, die das getan haben (wie es mit Unrecht behauptet wird), nämlich von den Weißen von heute, Genüge getan werden. Menschen aus Sub-Sahara werden also auf machtvolle Führungspositionen erhoben. Vor einiger Zeit wurde Cécile Kyenge – die als Migrantin nach Italien kam – zur Ministerin für Integration ernannt, Barack Hussein Obama, Gerüchten zufolge im Ausland geboren, wurde zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt und vor kurzem Sibeth Ndiaye – der die französische Staatsbürgerschaft vor kaum drei Jahren anerkannt wurde – wurde zur Regierungssprecherin Frankreichs geschmiedet. Eine Nachricht wurde gesendet.

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