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Die wachsende soziale Schichtung in Amerika

Die 10% der reichsten Amerikaner machen derzeit einen Rekord im Anteil an allen Konsumausgaben (49%) aus. Dieser Prozentsatz ist in den letzten 30 Jahren um 13 Prozentpunkte gestiegen. Gleichzeitig machen 80% der Menschen mit dem niedrigsten Gehalt nur etwa 37% der gesamten Konsumausgaben aus. Das ist ein Rückgang um 11 Prozentpunkte seit 1995. Das ist ein Rückgang um 11 Prozentpunkte seit 1995.

Es ist total wichtig, denn die Konsumausgaben machen 68% des US-BIP aus. Das bedeutet, dass die 10% der Reichsten einen Rekord von 33% des BIP ausmachen. Inzwischen machen 80% der armen Amerikaner nur 25% der US-Wirtschaft aus. Diese Zahlen zeigen, dass die US-Wirtschaft von den Ausgaben der Reichsten abhängig geworden ist. Wenn 10% der Bevölkerung 1/3 des BIP generiert, ist es nicht mehr nur eine Frage der Ungleichheit — es ist eine Frage der Unausgewogenheit des Systems. 

Diese sehr pessimistische Stimmung unter den Verbrauchern in den USA ist das Ergebnis eines sinkenden Sicherheitsgefühls. Wenn der Verbraucher sich seiner Zukunft nicht sicher ist, wird er ja weniger ausgeben. Die Verbraucherstimmung befindet sich zurzeit auf dem Niveau der Pandemie im Jahr 2020, der Zeit eines wirtschaftlichen Abschwungs, denn die Amerikaner fürchten die Folgen der von der Trump-Regierung verhängten Zölle. Um diese Ansicht umzukehren, kündigte Trump die Einführung von “Dividenden” von Zolleinnahmen an. Diese Dividende würde für jeden Steuerzahler mindestens 2.000 US-Dollar betragen, mit Ausnahme von Personen mit hohem Einkommen. Abgesehen von den Erklärungen gibt es jedoch noch keine offiziellen Vorschriften oder ein offizielles Programm, das diese Initiative umsetzt. Eine derart niedrige Stimmung in der amerikanischen Mittel- und Unterschicht liegt auch daran, dass fast jeder vierte Amerikaner keine Ersparnisse hat.

Übrigens: Bei den teurer werdenden Rohstoffen, besonders Metallen, sind die von Trump angekündigten sozialen Transfers ein zusätzliches Wasser auf die Mühle der Inflation. Und Trump macht alles, um sie anzukurbeln, den Dollar abzuwerten und die Fed mit seinem Mann ab Mai (da endet die Amtszeit von Jerome Powell) zu besetzen, der sicherlich auf Befehl des Präsidenten die Zinssätze senken wird, um den ganzen Prozess noch zu beschleunigen.

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