Schwindende Nationen – die “neue Normalität” in der Wirtschaft

Zehnmal im Jahr veröffentlicht das Gefira Research Team das Finanz-Bulletin von Gefira, das für Investoren und Trader unentbehrlich ist. Wir sind die Einzigen, die wertvolle Informationen und eingehende Analysen liefern, mit besonderem Schwerpunkt der Auswirkung des demografischen Wandels auf die Weltwirtschaft.

Die Anleger müssen es zur Kenntnis nehmen, dass Industrieländer schon bald den demografischen Rubikon überschreiten und einen Punkt erreichen, von dem es kein Zurück mehr gibt, wo das Wirtschaftswachstum nicht mehr möglich ist. Was immer wir wählen mögen, ob Trumps Steuerplan, keynesianische Anreize oder modernen Gelddruck, es wird die Weltwirtschaft nicht wiederbeleben. Warum? Continue reading

Was wäre, wenn die Erklärung der UNO über indigene Völker eingeborene Europäer betreffen würde?

Offiziell ist das Dokument nicht rechtsverbindlich. Was wäre, wenn es doch eine rechtliche Verpflichtung für die europäischen Länder bedeuten würde, wenn sie seine Bestimmungen in ihren Verfassungen miteinbeziehen würden? Ein „Ja” zur Erklärung sagten doch die meisten europäischen Länder, nur die Ukraine, Russland und Georgien enthielten sich der Stimme. Laut UNO “bringt die Erklärung die dynamische Entwicklung der internationalen Rechtsnormen zum Ausdruck und widerspiegelt den Kurs der Politik der UN-Mitgliedstaaten”.

Das Dokument hat vorwiegend die Diskriminierung zum Thema, der einheimische Bevölkerung durch Imperialismus und Kolonialismus ausgesetzt wird. Ähnlich wie jede andere UN-Erklärung versteht sich auch diese als eine universelle, die für jede indigene Gemeinschaft gilt, auch für die eingeborenen Europäer. Schauen wir uns also die Erklärung genauer an. Besonders interessant ist Artikel 8: Continue reading

In 300 Jahren gibt es nur 300 Japaner

Die Bevölkerung der drittgrößten Wirtschaft der Welt wird älter und schrumpft. Wenn es so weiter geht, können Japaner ganz verschwinden. Nicht nur Japan ringt mit dem Problem der niedrigen Geburtsrate. Auch Taiwan, China, Korea, USA und Europa sind davon betroffen. Im Westen entschieden sich die Eliten für ethnischen Austausch ihrer Bevölkerung. In Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Schweden wächst die Zahl der Bevölkerung nur dank der Migration aus Afrika und Mittelasien. Die USA wird von den Migranten aus Mexiko dermaßen überflutet, dass in manchen Landkreisen Spanisch zur Sprache der Mehrheit wurde.

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte Japan einen Baby Boom. 1948 wurde da ein Gesetz, wahrscheinlich zugunsten der Amerikaner, verabschiedet, das Abtreibung erleichterte. Die Fruchtbarkeitsrate (die Durchschnittszahl der Kinder, die im Leben von einer Frau geboren wird) blieb damals ungefähr gleich – 2,1 – ein Niveau, das Schrumpfen der Bevölkerung verhindert. Doch seit 1973 begann die Zahl abrupt zu sinken, um 2005 ein Tief bei 1,26 zu erreichen; im selben Jahr wurde die Zahl der Sterbefälle höher als die Zahl der Geburten. Zurzeit beträgt sie 1,46. Die Statistik lügt nicht: jede Stunde schrumpft die Bevölkerung Japans um 51 Personen. Continue reading

Paris – die Hauptstadt West- und Zentralafrikas, oder: wofür zahlt ihr liebe Steuerzahler der Eurozone?

Frankreich war einst eine der “großen Mächte”, die in Europa und in vielen Teilen der Welt in der Kultur und Wirtschaft dominierte. Der Niedergang des Landes begann nach dem zweiten Weltkrieg, obwohl es bei der Schaffung der Europäischen Union und des Euro noch eine Schlüsselrolle spielte. Frankreich wollte nämlich verhindern, dass der Rest des Kontinents Deutschland unterworfen wird. Doch diese Strategie scheiterte und Berlin ist Europas Hauptstadt. Frankreichs Bedeutung wurde immer geringer. Frankreichs Bevölkerung wird langsam von Menschen aus Afrika ersetzt. Renaud Camus nennt es den “Großen Austausch”. Paris, einmal eine europäische und eine globale Metropole, wandelt sich langsam zur Hauptstadt Afrikas um. Wenn französische Eliten, deren Einfluss in Europa immer geringer wird, eine Weltmacht bleiben wollen, gibt es für sie nur eine Option –Afrika. Gaddafi, der König der Könige, wurde zu einer Bedrohung für die Interessen Frankreichs auf dem Schwarzen Kontinent. Es waren nicht die Amerikaner, die Gaddafis stürzen wollten, sondern die französischen Eliten.

Obwohl die Zeiten des Kolonialismus offiziell in den sechziger zu Ende gingen, gibt Paris seine Großmachtstellung auf dem Schwarzen Kontinent nicht auf. Frankreich kontrolliert die meisten Länder in Westafrika und Sub-Sahara politisch, wirtschaftlich und durch eine starke Militärpräsenz.

Gendarm ohne Rückgrat

Die heutige Einflusszone Frankreichs in Afrika ist Resultat der Politik des Präsidenten Charles de Gaulle, der sich mit seinen Niederlagen in Indochina (1954) und Algerien (1962) nicht abfinden konnte und deswegen um die Dominanz Frankreichs in seinen ehemaligen Kolonien bemühte. Nach de Gaule scheuten sich aber andere Präsidenten nicht Militär und Gewalt in Afrika einzusetzen, um ihre Interessen zu verteidigen, unter dem Vorwand Menschenrechte und Demokratie zu hüten. Die Franzosen erreichten dabei oft das Gegenteil, sie machten nämlich bei ihren Militäraktionen dieselben Fehler wie Amerikaner woanders in der Welt – sie unterstützten Menschen, die später zu ihren Feinden wurden oder Menschenrechte verletzten. Continue reading

Berlusconi zurück in der Politik – was steckt dahinter?

Die EU braucht für Italien einen Verwalter, der den Euro nicht kaputt machen wird. Die Konstellation der politischen Sterne ist klar: von zwei Übeln ist das kleinere besser. Bis 2019 kann die Rolle Berlusconi spielen, dann wird er von Mario Draghi, Präsidenten der EZB, ersetzt.

Am 22. November werden die Richter des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte das über Berlusconi verhängte Verbot prüfen, öffentliche Ämter auszuüben. Das Verbot ist Resultat des seit 2012 geltenden Rechtes (legge Severino) und des Urteils für Steuerhinterziehung in den 90-er Jahren. Für die Entscheidung werden wir wahrscheinlich noch monatelang warten, und ihre Folgen werden die italienische und europäische Politik für einige Jahre nachhaltig beeinflussen.

Die letzten 5 Jahre in der italienischen Politik. Lassen wir uns zwei Fragen erwägen, eine nach der anderen:

Mitte 2011 wurde Berlusconi gezwungen, sein Amt niederzulegen, da der Spread zwischen den deutschen und italienischen Staatsanleihen gefährlich anstieg. Er wurde von einer äußerst pro-europäischen Regierung, dem Experten-Kabinett von Monti (Universitätsprofessor und ehemaliger EU-Kommissar) ersetzt. Die Regierung führte ein strenges Sparprogramm ein, das zur Rezession in Italien führte. Die Regierung wurde am Anfang von den Mitte-rechten Berlusconis und von den Mitte-linken unterstützt, es war also eine Regierung “der nationalen Einheit”, wenn auch aus Not. Doch bald begann Berlusconi den technokratischen Ministerpräsidenten immer öfter zu kritisieren.

Vor den Wahlen im Jahre 2013 tauchten erste Anzeichen für den Verrat auf. Die Partei Berlusconis gehört zu der “Europäischen Volkspartei”, also der Mitte-rechts Partei der EU. Die EVP gab bekannt, dass in den Wahlen im Jahre 2013 eben Monti ihr Kandidat wird, der die Unterstützung von Berlusconi ablehnte, als er von der Liste der Mitte-rechten kandidierte. Continue reading

Theorie der Zivilisationen von Feliks Koneczny und der Untergang Europas

Der Alte Kontinent leidet unter einer Todeskrankheit, unter der Machtlosigkeit. Nach Europa kamen Millionen Migranten, vor allem aus dem Nahen Osten und Afrika. Weitere Millionen warten an der Tür Europas. In vielen westeuropäischen Ländern werden bald kleine Gruppen der Moslems zu bedeutenden Minderheiten, die politischen Einfluss ausüben werden. Seit vielen Jahren setzen sich verantwortungslose Eliten Europas für ein Modell einer Multi-Kulti-Gesellschaft. Unterdessen wird den Europäern für ihren Altruismus und ihren guten Willen mit Gewalt, Tod und Terroranschlägen vergolten. In London, Hamburg, Paris und Amsterdam wird der Konflikt zwischen Zivilisationen ausgetragen. Ganz anders als in den vergangenen Jahrhunderten verlor aber Europa seinen Kampfgeist und Kampfwillen.

Wir können uns nur an die alten Zeiten mit Sehnsucht erinnern, als 1683 die Allianz der christlichen Länder unter der Anführung des polnischen Königs Johann des III. Sobieski bei Kahlenberg die türkische Armee besiegte und Europa vor dem Islam rettete. Die Soldaten waren damals vom Geist ihres Erbes erfüllt.

Der polnische Historiker Feliks Koneczny, Autor einer originellen Theorie der Zivilisationen, schrieb über die Rolle des menschlichen Geistes in der Geschichte. Europäische und amerikanische Leser kennen den „Kampf der Kulturen” von Samuel Huntington, der polnische Wissenschaftler erarbeitete seine Theorie doch viel früher. Manche Experten sind der Meinung, dass Huntington sogar auf dem Gedankengut von Koneczny stützte. Continue reading

Wird die Niederlage Italiens in Qualifikationsspielen für Fußballweltmeisterschaften den Protektionismus wiederbeleben?

Fußball ist in Italien fast eine Religion. Im Land, wo Kirchen leer stehen, ist es, ein Fan einer Mannschaft zu sein, wie ein Glaubensbekenntnis. Intellektuelle beklagen sich manchmal darüber, dass Italiener sich mehr für diese Sportart interessieren als für die politische Lage in ihrem Land, was an eine alte römische Tradition erinnert: das Volk will nur Brot und Spiele.

Inzwischen wird Italien zum ersten Mal seit 1958 nicht an Spielen teilnehmen, was das Volk zur Reflexion veranlassen sollte. Italien wird nach dem verlorenen Spiel gegen Schweden nicht an Fußballweltmeisterschaften in Russland im nächsten Jahr teilnehmen.

Diese nationale Tragödie bedeutet auch ernsthafte finanzielle Verluste. Es wurde berechnet,dass die Qualifikation zu den Meisterschaften für ein Team das Einkommen von 1.5$ Mio. bedeutet. Schafft ein Team es bis Viertelfinale, steigt die Summe auf 18 und wird bei der Halbfinale und Finale noch größer. Der Italienische Fußballverband verdient etwa 43$ Mio. mit kommerziellen Verträgen, darunter 18$ Mio. mit Verträgen mit Puma, dem Sportbekleidungsunternehmen; insgesamt sind es 70$ Mio. jährlich, wenn wir dazu noch Fernsehwerbung hinzurechnen. Jetzt, sind nach dem Quali-Aus finanzielle Verluste zu erwarten, die doch schwer zu berechnen sind. Continue reading

Warum ist die katalanische Unabhängigkeitsbewegung erfolglos.

Konflikte werden weder so gemanagt, noch so gewonnen, wie es die Kämpfer für die Unabhängigkeit Kataloniens tun. Wir kennen von der Geschichte erfolgreiche und gescheiterte Unabhängigkeitsbewegungen. Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung scheint eben mit einer Schlappe zu enden. Vielleicht werden die Katalanen in der Zukunft eine bessere Strategie erarbeiten, doch ihre bisherigen Tätigkeiten sind ein Sturm im Wasserglas – das was unternommen wurde, brachte statt Effekte nur Schaden mit sich.

1) Ein schlechter Aktionsplan

Katalonien will von Madrid unabhängig werden, um sich am nächsten Tag Brüssel auszuliefern. Das wäre vielleicht vor 1992, vor dem Vertrag von Maastricht sinnvoll. Nach Brexit entschloss sich die EU-Führung das Projekt der Europäischen Föderation durchzusetzen. Am Anfang soll wahrscheinlich der gemeinsame EU-Finanzminister ernannt werden – der Vorschlag kam vom Präsidenten Frankreichs Macron. Er legte auch einen Budgetsplan für die Eurozone vor. Im Zusammenhang damit sind die Bestrebungen Kataloniens abwegig zu sein. Katalanen werfen doch Madrid vor, dass er ihnen einen Teil ihrer Einkommen wegnimmt und anderen Regionen Spaniens übergibt. Gefällt Katalanen etwa nicht die Umverteilung der Gelder aus anderen Regionen Europas im Rahmen des Plans von Macron? Continue reading

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Immobilien, Anleihen, Kryptowährungen und Aktien sind teuer wie nie zuvor und viele Wirtschaftswissenschaftler und Analysten warnen, dass es sich um eine Blase handle, die jeden Moment platzen könnte. Sie rechnen mit einem Marktcrash, der die gesamte Weltwirtschaft mit sich reißen könnte. Es gibt jedoch eine Anlageklasse, die weiterhin sehr billig ist: Energie. Der Preis für ein Fass Öl hat etwas angezogen, aber ist immer noch relativ niedrig. Bezahlbare Energiepreise in Kombination mit billigem Geld sind die Triebkräfte des Wirtschaftswachstums in Europa, Asien und den USA. Das GEFIRA-Team geht davon aus, dass die Weltwirtschaft zusammenbrechen wird, wenn in den nächsten Jahren der Ölpreis wieder nach oben schießen wird. Ein starker Preisanstieg des Öls wird den Produzenten von Schieferöl nutzen und ist notwendig, um die USA von Ölimporten unabhängig zu machen, wird aber China und Europa schaden. Die amerikanische Nahostpolitik verfolgt das Ziel, den Ölbedarf der USA und seiner westlichen Verbündeten zu decken. Heute, wo China die Position des weltweit größten Ölimporteurs von den USA übernommen hat, sind die Chinesen die Hauptnutznießer dieser Politik. Diese neue Realität wird eine Wende in der amerikanischen Nahostpolitik einleiten. Heute kann ein höherer Ölpreis das Chaos im Nahen und Mittleren Osten noch verstärken, was sich als Vorteil für Washington entpuppen kann. Die Sabotage der Nachschublinien eines Konkurrenten und die Bevorzugung nationaler Produzenten sind Strategien, die in der Geschichte alles andere als neu sind. Lesen Sie mehr abonnieren:

Gefira 18 Inhalt

Wirtschaft und Demographie
China als letzter Überlebender
Ölprognosen

Die US-Ölstrategie zieht sich aus dem Nahen und Mittleren Osten zurück und verlagert sich nach Texas
Ein höherer Ölpreis: Putin gewinnt, Europa verliert
Gemeinsame russischamerikanische Interessen: Eskalation des Chaos im Nahen und Mittleren Osten
Devisen - ein kurzer Überblick

Die Zukunft für Öl
Venezuela ist ein geopolitisches Schuldenproblem

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Obwohl Europa immer noch eine der wohlhabendsten und bestorganisierten Regionen auf dieser Erde ist, ist nicht zu übersehen, dass der alte Kontinent politisch und wirtschaftlich an vielen Stellen bröckelt. Das Auseinanderfallen der Europäischen Union ist unvermeidbar. Auch die einst führenden Staaten Frankreich und Deutschland sind selbst im steilen Niedergang begriffen. Als die Deutschen eine Million Afrikaner und Asiaten in ihr Land ließen, meinten sie, Moral und menschlichen Anstand für sich gepachtet zu haben, während besonders ihre östlichen Nachbarn darüber entsetzt waren, dies umso mehr, da sie noch nicht einmal um ihre Meinung gefragt worden waren. In dieser Ausgabe des GEFIRA sehen wir uns die sich nun entwickelnden Ereignisse etwas genauer an. Europa, von einer selbstmörderischen Ideologie getrieben, die, um die Dinge noch schlimmer zu machen, von einer schwachen Führung umgesetzt wird, bewegt sich auf eine geopolitische, demografische und wirtschaftliche Krise zu. Spannungen verschärfen sich nicht nur an den Grenzen des Kontinents, sondern auch zwischen und in den europäischen Nationen, was zu Abspaltungsbewegungen von der Union (Brexit) und in einzelnen EU-Mitgliedstaaten (Schottland und Katalonien) führt. Um die Eurokrise in Griff zu bekommen, will der neue französische Präsident die EU-Integration vertiefen, während immer mehr Europäer das Vertrauen in die Brüsseler Bürokratie und die dort tätigen und gescheiterten Entscheider verlieren.

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Gefira 17 Inhalt

Europas Politiker sind nicht an einer Behebung der Euro-Konstruktionsfehler interessiert
Das Tabu in der öffentlichen Debatte: die Bestandserhaltungsmigration (Replacement Migration)
Europas zahlreiche Konflikte können im Chaos enden

Wird der Yuan den Währungskrieg gewinnen?
Der Dollar vor dem Abgrund
Chinas Yuan auf dem Weg zur neuen globalen Leitwährung
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