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Neutrale Presse in den Staaten? Die „New York Times“ und „USA Today“ befürworten Clinton

Die Vereinigten Staaten von Amerika werden als Maßstab der Demokratie betrachtet. Eine der Stützen der Demokratie ist eine freie und unabhängige Presse. Ohne einer neutralen Presse, wird das Rederecht von einer Propaganda ersetzt, genauso wie das eine in Russland oder anderen „Autokratien“. Können wir über Demokratie in den Staaten sprechen, wenn zwei wichtigste Titel einen der Präsidentschaftskandidaten offen unterstützen? Ist es immer noch Demokratie, wenn die Presse sich bereits entschieden hat, wer der Oberbefehlshaber sein soll, anstatt diese Entscheidung den Wählern zu überlassen?

Am 24.September wurde der Vorhang gehoben, als die Redaktionsleitung der NYT (New York Times) die demokratische Kandidatin Hillary Clinton als Präsidentin anerkannte.1)Hillary Clinton for President, Source: NYT 2016-09-24

Unsere Befürwortung liegt im Respekt für ihren Intellekt, Erfahrung und Mut”, erklärten sie. “In einem normalen Wahljahr, würden wir die beiden Präsidentschaftskandidaten vergleichen. Das aber ist kein normales Wahljahr.

Ist es aber immer noch eine normale Demokratie?

Nur in 1956 befürwortete die NYT den Republikaner Dwight D. Eisenhower und seitdem bei jeder Wahl bevorzugt sie die Demokraten als Präsidenten.2)New York Times Endorsements Through the Ages, Source: NYT 2016-09-24

Ein paar Tage später, forderte USA Today, das zweite wichtigste amerikanische Magazin, auf, nicht für Donald Trump zu stimmen.3)USA TODAY’s Editorial Board: Trump is ‘unfit for the presidency’, Source: USA Today 2016-09-30 Das ist das erste Mal in der Geschichte der Zeitschrift, dass dort die Redaktionsleitung die Partei ergreift.

In den 34 Jahren der Geschichte von USA TODAY, hat die Redaktionsleitung bei den Präsidentschaftswahlen nie die Partei ergriffen. Stattdessen haben wir unsere Meinungen über wichtige Themen geäußert und nicht angenommen, es unseren Lesern zu erzählen, die eine Vielzahl an Prioritäten und Werten haben, welche Wahl die bessere für sie wäre. Weil jede Präsidentschaftswahl anders ist, haben wir wieder unsere Politik der Neutralität betrieben, so wie alle vier Jahre. Wir haben nie nach einem Grund gesucht, unsere Vorgehensweise zu ändern. Bis jetzt nicht, sagten sie.

Ist es daher, weil einer der beiden Kandidaten nicht zum Unternehmen gehört?

Dieses Jahr findet die Wahl zwischen zwei kompetenten Nominierten der größten Parteien statt, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie erheblich weltanschauliche Unterschiede haben. Dieses Jahr ist einer der Kandidaten – der republikanische nominierte Donald Trump – nach einstimmiger Vereinbarung der Redaktionsleitung, zum Präsidenten ungeeignet.

Akzeptieren diese Top-Titel der amerikanischen Presse nicht die demokratische Wahl der Mitglieder oder Wähler der Republikanischen Partei? Wird die amerikanische Regierung den Mangel an Demokratie und die Gefahr der selbstständigen Presse in seinem eigenen Land verurteilen?

References   [ + ]

1. Hillary Clinton for President, Source: NYT 2016-09-24
2. New York Times Endorsements Through the Ages, Source: NYT 2016-09-24
3. USA TODAY’s Editorial Board: Trump is ‘unfit for the presidency’, Source: USA Today 2016-09-30

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