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Nichtregierungsorganisationen fordern italienische Regierung heraus

Die neue Regierung von Giuseppe Conti und seine Migrationspolitik rief Widerstand seitens der deutschen Nichtregierungsorganisationen hervor, deren Schiffe – die Sea Watch und die Sea-Eye – das internationale Recht auf dem Mittelmeer missachten. Sie haben auf Hoheitsgewässern Italiens, Maltas und Libyens, für die die Länder verantwortlich sind, nichts zu suchen. Die NGO`s stehen doch über dem Gesetz und erfüllen ihre Mission trotz allem, egal was passiert. Ein Beispiel sind die neuesten Ereignisse, an denen die Sea Watch und die Sea-Eye teilnahmen.

Der erste Vorfall. Die Sea Watch empfängt eine Nachricht, dass auf den Gewässern, die der Lybischen Küstenwache unterstehen, sich ein Schlauchboot voll von Migranten befindet. Die Sea Watch reagiert darauf, aber Rom erlaubt keine “Rettungsaktion”, da auf den Gewässern schon ein Schiff der Lybischen Küstenwache fährt. Trotzdem setzt die Sea Watch zwei Rettungsboote zu Wasser aus. Sobald die Migranten das bemerkt haben, springen sie ins Wasser, da sie nicht zurück nach Libyen (sie haben doch den Schleusern 6 000 Euro für den Schmuggel nach Italien bezahlt), sondern zu Rettungsbooten der NGO`s wollen, die sie sicher nach Sizilien bringen werden. In diesem Moment verlässt die Lybische Küstenwache hilflos den Rettungsort, und die deutsche NGO beginnt die Migranten aus dem Wasser zu holen, um sie nach Sizilien zu bringen.

Der zweite Vorfall. Die Sea Watch und die Sea-Eye kommen “zufällig” gerade dahin, wo sich auch ein mit Migranten überfülltes Schlauchboot befindet und, ohne auf Befehle der Lybischen Küstenwache oder der italienischen Behörden zu warten, nehmen sie sie an Bord. Wie uns die Lybische Küstenwache informierte, bekam sie eine Meldung über 2 Schlauchboote. Nach der Ankunft zum Rettungsort fand sie Schiffe der NGO`s auf den lybischen Hoheitsgewässern vor. Eins der Schlauchboote befand sich unweit eines der NGO-Schiffe. Die lybischen Matrosen forderten die Eindringlinge auf, sie sollen aufhören, das Schlauchboot zu schleppen – die Libyer werden selbst die Rettungsaktion durchführen. Als das lybische Schiff damit begann, schrie einer der “Freiwilligen” vom NGO-Schiff zu Migranten, sie sollen ins Meer springen. Seiner Aufforderung folgten 30 Personen. Wollten die Eindringlinge von den NGO`s auf diese Weise zu “strategischen Sterbefällen” führen (die dann der Lybischen Küstenwache zugeschrieben werden könnten) und dadurch die Europäer dazu bewegen, ihre Organisationen noch intensiver zu unterstützen? Oder aber wollten sie beweisen, dass die Regierungen mit dem Problem gar nicht klarkommen?

[Text basiert auf dem Artikel Le Ong sfidano il governo: è battaglia nel Mediterraneo – Video esclusivi von Francesca Totolo.]

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