Der europäische Blickwinkel. Auf dem Weg in die Welt von Morgen.




Elektrofahrzeuge oder wie man die Nachfrage weltweit steigert

Eine gute Sache – Produkt oder Dienstleistung – verbreitet sich wie ein Lauffeuer, ohne dass darüber viel geredet wird, ohne viel Werbung, geschweige denn, jemand wird zu seinem Kauf gezwungen. So war es mit Autos, Radio oder Fernseher, DVD- oder CD-Playern, PCs oder Mobiltelefonen. Eine gute Sache wird von Menschen geschätzt und die Nachfrage danach ist natürlich und wächst. Werbung betrifft nur Marken, nicht aber die Sache, das Gerät an sich selbst. Wurden weltweit Maßnahmen zur Durchsetzung von PCs ergriffen? Wohl kaum. Die Attraktivität des Produkts, seine Nützlichkeit für Unterhaltung, Geschäftsleben oder Bildung konnten nicht überschätzt werden. Gleiches gilt für Mobiltelefone. Jeder wollte einen haben und schätzte die Vorteile, die das Gerät seinem Besitzer bot. Wie sieht es mit Elektrofahrzeugen aus?

Seit Jahren sind wir alle einer intensiven Propaganda ausgesetzt; Regierungen haben den Käufern von Elektroautos Zuschüsse versprochen, und die Menschen fühlen sich schuldig, wenn sie weiterhin Benziner, Diesel oder Gasfahrzeuge fahren wollen, weil sie angeblich die Umwelt schädigen. Das elektrische Transportmittel sei die Zukunft der Kommunikation ohne jegliche Alternative. Was kann man über diese hektischen und verzweifelten Maßnahmen der Elektrofahrzeuganbieter sagen?


Quelle: Wharton University of Pennsylvania.

Die Automobilindustrie ist eine der treibenden Kräfte der Wirtschaft. Im Großen und Ganzen konzentriert sie sich in nur sehr wenigen Ländern – Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Schweden – und bringt diesen Ländern ein enormes Einkommen und bietet Arbeitsplätze für Millionen ihrer Einwohner. Die Branche hatte sich jahrzehntelang entwickelt, bis sie einen Sättigungspunkt erreichte: In der westlichen Welt hatten in den achtziger Jahren alle, die wollten, ein Auto, und Familien besaßen oft zwei. Die Situation der Branche wurde aussichtslos. Unter solchen Umständen war der Zerfall des Sowjetblocks ein Geschenk des Himmels, ein Glücksfall, ein Segen. Plötzlich – von einem Tag auf den anderen – vergrößerte sich der Automarkt um ganz Osteuropa und die postsowjetischen asiatischen Republiken. Wenn Sie alt genug sind, werden Sie sich daran erinnern: Eine der ersten sichtbaren Veränderungen in den ehemaligen sozialistischen Ländern war das rasche Verschwinden von Ladas, Trabants, Wartburgs, Skodas, Dacias, Moskvitsches, Saporoshezs und, und, und. Sie wurden alle verschrottet, während eine Reihe westlicher Automarken Ostdeutschland, Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Lettland, Estland, Weißrussland, die Ukraine, Moldawien und Russland überflutete. Einerseits hat sich der Westen von seinem Bestand an alten Autos befreit (zu dieser Zeit wurden hauptsächlich gebrauchte Fahrzeuge östlich der Elbe gekauft), andererseits begann er, Ketten von Autohäusern für osteuropäische Kunden einzurichten, deren Träume sich endlich erfüllten: Sie konnten endlich einen Renault, Peugeot, Citroen, Audi, BMW, Volkswagen, Mercedes, Volvo, Toyota, Nissan oder Mazda besitzen. War es nicht eine Blütezeit für die westliche Automobilindustrie?

Die neunziger Jahre gingen zu Ende, ein neues Jahrtausend begann, ein weiteres Jahrzehnt ging zu Ende, und langsam aber sicher haben die östlichen Automärkte ihren Sättigungspunkt auch erreicht. Was tun?


Quelle: gtm.

Die beste Lösung wäre, den gesamten Fahrzeugmarkt auszuradieren, ihn zu vernichten, um einen Neuanfang zu machen und die Produktion von zig Millionen Autos zu starten. Wie können Sie zig Millionen Autos vernichten, die in Gebrauch sind? Ein totaler Krieg mag eine Lösung sein, aber dann wäre es etwas höchst Unangenehmes und außerdem wären durch den Krieg zig Millionen Menschen verarmt, die dann eher an die allernotwendigsten Lebensgrundlagen und nicht an Autos denken würden. Die Manager der Weltwirtschaft haben sich eine geniale Idee ausgedacht. Autos, die mit Benzin, Öl oder Gas betrieben werden, mussten als umweltschädlich eingestuft und als solche durch ihre elektrischen Gegenstücke ersetzt werden. Beachten Sie, dass alle führenden Automobilhersteller fast gleichzeitig – als wäre das eine Verschwörung – mit der Entwicklung, Herstellung und dem Verkauf von Hybrid- und später Elektrofahrzeugen begannen. Im Vorfeld dieses kolossalen Wandels wurde eine Kampagne durchgeführt, deren Aufgabe es war, die Menschen für die Schädlichkeit der Abgasemissionen zu sensibilisieren, die nicht nur die Umwelt, sondern auch die menschliche Gesundheit schädigen. Infolgedessen begannen Menschen, deren Gehirn gegenüber solchen Botschaften sensibel war, sich Gedanken darüber zu machen, ob sie ihre traditionellen Fahrzeuge weiterhin benutzen sollten. Die Regierungen gaben den Managern der Welt nach oder waren in Absprache mit ihnen und schlossen sich dem aufkommenden Trend an. Damit brach eine neue Ära für die Automobilindustrie an: Der Weg für die gesamte Menschheit in Richtung, ihre Hunderte Millionen intakter Benziner und Diesel gegen ihre elektrischen Äquivalente auszutauschen, wurde geebnet. Die Automobilindustrie wurde für viele, viele Jahre gerettet.


Quelle: byacar.

One comment on “Elektrofahrzeuge oder wie man die Nachfrage weltweit steigert

  • Peter Zinga says:

    Falsch. Es ist unmőglich, ALLE autos auf eEektrik umzusetzen -es wird nicht genug Strom zu verfügung stehen. Es wird viel, viel wenige Autos hergestellt. deshalb ist es ein “Road to Ruin”.

    Reply

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