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Märkte Ende 2017 – ein Blick auf das Jahr 2018

Jeder Marktanalytiker und Beobachter weiß es, dass die Märkte immer ein Gleichgewicht anstreben: nach jedem Hoch kommt ein Tief und umgekehrt. Die Kunst ist diesen Wellen zu folgen und dabei zu verdienen.

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Wir beobachten seit gut einem Jahr, seit der Wahl Trumps zum Präsidenten, eine riesige Welle des Vertrauens der Märkte an seine Politik und an die Kraft der amerikanischen Wirtschaft. Hauptindizien der amerikanischen Börsen erreichen ein Hoch nach dem anderen und schlagen Rekorde. Die Investoren spekulierten bisher auf die Steuerreform Trumps, die riesige Entlastungen für Unternehmen mit sich bringt: Unternehmensteuer wurde von 35 auf 20 Prozent gesenkt. Auch Privathaushalte werden niedrigere Steuer bezahlen, dennoch fallen alle Sonderabzüge weg, so dass für die meisten Bürger die Reform auf die Dauer keine Änderungen bedeuten und für die Ärmsten sogar ungünstig sein wird. Trump unterzeichnete zu Weihnachten die mit Ach und Krach durch Senat beschlossene Reform und jetzt ist eher eine Korrektur wahrscheinlicher als weitere Rekorde, da den Märkten nun ein Antriebsstoff für einen weiteren Anstieg fehlt. Es ist paradox, aber gute Nachrichten beleben die Börsen nur kurzfristig, dann kommt es meistens zur Realisierung der Gewinne. Die Investoren warten im Moment noch kurz ab, bis sie ihre Gewinne für dieses Abrechnungsjahr noch buchen können, dann werden sie sie höchstwahrscheinlich realisieren.

Der Erfolg der Reformen Trumps kann sich übrigens auch auf die Notierungen vieler europäischer Unternehmen negativ auswirken, besonders derjenigen, die einen großen Teil ihrer Gewinne vom Export nach Amerika erwirtschaften (Automobilindustrie etwa, Konzerne wie Daimler oder BMW). Trumps Reformen können nämlich den transatlantischen Handel beeinträchtigen, da Zahlungen an Konzernteile außerhalb der USA mit einer 20% Steuer belegt werden sollen. Schlimmer noch, es stellt sich die Frage, wie das BIP von Ländern wie Irland (dessen BIP im Jahr 2015 um ganze 32% gewachsen ist) betroffen sein wird, da es seinen bevorzugten Status als Steuerparadies verliert?

Source: Wikipedia

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Dass die Märkte vielleicht vor einer Wende stehen, zeugt auch die Diskrepanz zwischen den Kursen auf den Börsen und Notierungen einiger Währungen und Metalle. Gold nähert sich der psychologischen Grenze von 1300 Dollar pro Unze, der Yen kann seit Januar im Paar USD/JPY die Marke von 115 nicht überschreiten. Gold un Yen gelten traditionell als sichere Häfen. Wieso sind die Investoren also so skeptisch, wenn Amerika blüht? Markant ist in diesem Zusammenhang auch die Schwäche Dollars. Die neue Reform bedeutet doch im Grunde ein höheres Staatsdefizit. Wenn die US-Wirtschaft nicht um 5 bis 6% wächst, was wegen demographischen Wandels unmöglich ist, wird die US-Verschuldung definitiv steigen.
Der U.S. Dollar Index, der den Wert des U.S. Dollars mittels eines Währungskorbs widerspiegelt, bleibt unter 95. Wenn der Markt Trump etwa so wie Reagan vertraut, dann sollte der Index vielleicht die Werte über 120, ja 150 erreichen, so wie zur Amtszeit von Ronald Reagan.

Was dem Dollar aber 2018 Rückenwind geben kann ist eine straffere als erwartet FED-Geldpolitik. Die Investoren scheinen zu große Hoffnungen auf die schwache Inflation zu setzen, die bei den nächsten Sitzungen der amerikanischen Notenbank ein Hindernis auf dem Weg zur Leitzinsanhebung sein soll. Wir stehen aber auf dem Standpunkt, dass die extrem gute Stimmung in der amerikanischen Wirtschaft einen verstärkten Druck auf die FED ausüben wird, da übrige Daten aus der Wirtschaft gut sind. Im Moment sind die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf dem Weg zur 2,4% Marke. Entscheidend ist aber die Marke von 2,6% – sobald die Verzinsung der Papiere wieder das Niveau erreicht hat, werden Anleger ihre Mittel auf dem amerikanischen Aktienmarkt reduzieren, um Positionen im USD-Renten- und Geldmarkt aufzubauen. Dies würde dann wohl auch die Börsen in anderen, insbesondere in Schwellenländern, beeinträchtigen, da sie unter dem starken Dollar leiden werden.

Wir gehen davon aus, dass der Ölpreis stetig steigen wird und wir sagen voraus, dass er 2019 bei 100 Dollar liegen wird. Ein sprunghafter Anstieg des Ölpreises war der Auslöser für die Finanz- und die Eurokrise 2008 und 2011. Ein hoher Ölpreis wird der Auslöser für die demografische Krise im Jahr 2020 sein, die die beiden vorangegangenen Krisen in den Schatten stellen wird. Die Zahl der Menschen, die nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sein werden, wird nach 2020 beschleunigen, während die einheimische europäische, japanische und amerikanische Bevölkerung bereits vollständig rückläufig ist. Im Jahr 2018 werden wir unsere Leser darüber informieren, warum ein finanzieller, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenbruch der entwickelten Welt nach 2020 unvermeidlich ist.

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