Am 15. März kann die Trumponomics einstürzen

„Obama Care wird weder aufgehoben, noch ersetzt. Es wird keine Steuersenkungen geben. Es wird kein Infrastrukturprogramm geben. Um die Schuldenobergrenze wird eine blutige Schlacht gekämpft,“)so David Stockman, der ehemaliger Leiter des Office of Management und Budget zur Amtszeit von Reagan, der behauptet, dass mit dem Ende des Schulden-Aufschubs am 15. März die Katastrophe auf den Finanzmärkten unausweichlich ist.

Die staatlichen Behörden werden zum Stillstand kommen”, sagte Stockman CNBC. “Das ist völlig unerwartet, sogar Wall Street zieht das nicht ins Kalkül, so dass die Panik erschreckend sein wird. Der 15. März ist auch der Tag des FOMC-Treffens. Der Offenmarktausschuss soll die Entscheidung über die Zinserhebung treffen; die Wahlen in den Niederlanden sind für den gleichen Tag geplant. Beginnt an dem Tag ein großer Wirbel auf den Finanzmärkten? Weiterlesen

Kann die soziale Mobilität (oder deren Fehlen) maßgebend sein, wenn man untersucht, welches Land an der Reihe ist, zum Opfer des “Populismus” zu fallen?

Vilfredo Pareto (1848-1923) war italienischer Ingenieur, Philosoph, Ökonom, Soziologe und Politikwissenschaftler, berühmt unter anderem wegen seiner Theorie der “Eliten”.

Oder eigentlich wegen der Theorie “der allmählichen Ersetzung der Eliten”, die sagt, dass die soziale Mobilität von grundlegender Bedeutung für die Erhaltung der langfristigen sozialen Ordnung ist: wenn die Eliten offen und bereit sind talentierte Menschen aus den unteren Schichten in ihre Kreise aufzunehmen, wird das System mit allen Herausforderungen zurechtkommen. Wenn die Eliten sich aber von der Gesellschaft distanzieren und keine hervorragenden Persönlichkeiten aus unteren sozialen Schichten aufnehmen, entsteht Ungleichgewicht, das dazu führen kann, dass die herrschenden Klassen mit Gewalt umgestürzt werden, von den Gruppierungen, die dazu fähig sind, Macht auszuüben.

Auf dieser Theorie basierend gehen wir davon aus, dass Demokratien sich so weit entwickelt haben, dass Entmachtung der Eliten ohne Gewalt möglich ist, und zwar mit Hilfe von Stimmzetteln. Der Mangel an sozialer Mobilität, wie Pareto sagt, bringt mit sich Isolierung der Eliten von den Massen und Entfremdung der Wähler. Weiterlesen

Die Ukraine verlor in einem Jahr Milliarden wegen des Assoziierungsabkommens mit der EU.

Das Abkommen über die vertiefte und umfassende Freihandelszone zwischen der EU und der Ukraine, das am 1. Januar 2016 ins Leben trat, sollte die osteuropäische Wirtschaft beim Wiederaufbau helfen. Inzwischen enttäuschen die Folgen des Abkommens zutiefst die Erwartungen der Ukrainer. Die ehemalige Sowjetrepublik verlor beim Freihandel mit der EU 2,2 Mrd. Euro, also mehr als 2015. Der Import aus der EU schoss in die Höhe, während der Export aus der Ukraine kaum anstieg.

Die polnischen Medien berichten, die Ukraine sei von der EU mit Waren überflutet wordenwas dem Assoziierungsabkommen widerspricht: da wurde nämlich eine asymmetrische Marktöffnung vorausgesetzt. Weiterlesen

George Soros: der Feind der osteuropäischen Regierungen

Nach Ungarn von Viktor Orban nahm sich schon das zweite EU-Land George Soros und seine Fonds ins Visier und beschuldigt ihn, Proteste gegen die Regierung zu organisieren und das Land zu destabilisieren. Der Vorsitzende der Regierungspartei und ehemalige Ministerpräsident von Rumänien, Liviu Dragnea, der für seine unabhängige Wirtschaftspolitik bekannt ist, nannte die Anführer der letzten Massenstraßenproteste “Agenten von George Soros.”

Viele glauben, dass die “schlechten” Regierungen aus Osteuropa (von Polen bis Mazedonien) die von Soros gegründete Open Society Foundation sowie seine Kontakte als Sündenbock nutzen, um nicht zur Verantwortung für die schlechte politische Lage gezogen zu werden. Allerdings versucht die Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit der Open Society, Laura Silber, nicht einmal die Beteiligung zu verbergen. Weiterlesen

Shomrim, ein Symptom des bröckelnden Staates

Westliche Gesellschaften wurden einer kulturellen und ethnischen Diversifizierung ausgesetzt, die, wie ihre Befürworter behaupten, die autochthone Bevölkerung bereichern, ja sogar zu ihrer rasanten Entwicklung beitragen sollte. Die Realität ist jedoch, dass die Mitglieder der verschiedenen ethnischen Gruppen dazu neigen, zusammen zu halten, ihre eigene Identität beizubehalten, die Einheimischen zu verdrängen und nicht mal auf den Gedanken kommen, sich die Kultur ihrer Gastgeber anzueignen,umso mehr, dass ihre Zahl sich verdoppelt oder sogar verdreifacht. Sie betrachten auch die Gesellschaft, die sie aufnimmt, als eine Ansammlung von Schwächlingen ohne moralisches Rückgrat.Unter solchen Umständen bilden sich getrennte Gemeinschaften, große Städte verwandeln sich in Mosaiken, und ihre religiösen und kulturellen Elemente sind nur lose verbunden. Die ideologischen, religiösen, moralischen und kulturellen Unterschiede erzeugen gegenseitiges Misstrauen, Vorurteile, Gräuel und schließlich offene Feindseligkeit. Der soziale Zusammenhalt bricht auseinander, was mit sich solche Probleme, wie Mordfälle (wegen der Rasse oder der ethnischen Herkunft) bringt. Weiterlesen

Ist es sinnvoll dem Professor Sinn zuzuhören?

Harry Truman forderte oft frustriert “Give me a one-handed economist. All my economists say, on the one hand…on the other.”

Die Suche nach einem Mann, der immer eine klare Meinung hat, ist auch in den heutigen Medien deutlich zu sehen. Einer von ihnen ist seit Jahren sicherlich Hans Werner Sinn. Der schon pensionierte Professor publizierte und publiziert wahnsinnig viel, ist nach wie vor in Medien präsent und ist wohl einer der bekanntesten deutschen Volkswirte.

Er wurde unter anderem durch seine Hypothese der Basarökonomie bekannt, in der er erklärte, warum das Sozialprodukt in Deutschland schrumpft, obwohl das Land zum Exportweltmeister gesalbt wurde.Schlagzeilen machten auch seine früheren und späteren Bücher (z.B. „Ist Deutschland noch zu retten?“2003,“Das grüne Paradoxon“2008), in denen er sich gegen die Energiewende wandte und für eine strengere Regulierung der Banken plädierte. In unzähligen Interviews äußerte sich Sinn zu gegenwärtigen Themen, mal auf der Seite der Regierenden, mal auf der der Opposition. Er lobte beispielsweise die Agenda 2010,seine Äußerungen und Statements lösten seit 2015 immer öfter Unbehagen in den Regierungskreisen aus, so dass heutzutage der Finanzminister Wolfgang Schäuble ihn intern „Professor Unsinn“ nennt, und Angela Merkel mit ihm Kontakt aufbrach, obwohl er früher ein gern gesehener Gast im Kanzleramt gewesen war. Weiterlesen

Wählt Frankreich einen nächsten Hollande?

Das Jahr 2016 war das Jahr der Revolte. Die Referenden in den Niederlanden und in Großbritannien, die Wahlen in Amerika und die Volksabstimmung in Italien brachten Niederlagen für Großkonzerne, Finanzeliten und die regierenden Politiker. Noch hofft Österreich, seine bisherigen Projekte realisieren zu können, aber auch da wurde die Unzufriedenheit deutlich zum Ausdruck gebracht. 2017 werden also Eliten ihre Strategien umdenken müssen.

Überall werden die Mainstream-Parteien entweder von den aufsteigenden Protestparteien, oder von ihren eigenen Mitgliedern erschüttert, die sich gegen das Establishment wenden. In Frankreich wurde vor den anstehenden Wahlen eine Änderung in der Strategie nötig, nachdem die Sozialistische Partei der katastrophalen Amtszeit von Hollande zu Folge zerfallen und die Kandidaturen von Sarkozy und Juppe in Vorwahlen ausgeschlossen worden waren. Um sich der aufsteigenden Welle der so befürchteten Bestrebung der Massen zu widersetzen, sich am Regieren zu beteiligen (die als Populismus abgetan wird) und den Eliten nicht mehr zu gehorchen, wurde Emmanuel Macron hergeholt. Weiterlesen