2015 begann die Europäische Zentralbank Geld zu drucken. Seit dieser Zeit stieg ihre Bilanzsumme auf 4,4 Billionen Euro (5,3 Billionen Dollar). Es ist die höchste Bilanzsumme von allen Zentralbanken der Welt – zum Vergleich: die Bilanzsumme der FED beträgt 4,4 Bill. Dollar, der Japanischen Zentralbank BoJ 4,6.
Innerhalb der letzten 2,5 Jahre kaufte die EZB Anleihen für die unglaublichen 2,5 Bill. Euro, darunter Staatsanleihen der übermäßig verschuldeten PIGS-Länder. Die italienischen 10-jährigen Staatsanleihen haben zurzeit Rendite von 2%, die spanischen 1,5%. Hätte die EZB ihre Anleihen nicht massenweise gekauft, wären sie viel höher und somit die Länder insolvent. Die EZB wirkt also auf die Länder Südeuropas demotivierend, wenn es um Sparen geht, sie verwöhnt sie mit dem gedruckten Euro, und sie müssen ihre Verschuldung nicht reduzieren. Unter Mario Draghi druckte die EZB zu Spitzenzeiten 80 Milliarden Euro pro Monat. Zurzeit wurde die Summe auf 30 Mrd. begrenzt. Im September endet aber die Amtszeit Draghis, und sein Nachfolger wird höchstwahrscheinlich Jens Weidmann sein, dessen Kandidatur von Merkel und Schäuble unterstützt wird. Die südeuropäischen Länder wehren sich dagegen, denn Weidmann ist für seinen härteren Kurs bekannt: wenn er gewählt wird, dann wird er die Druckmaschine in Frankfurt am Main wohl ganz ausschalten. Weiterlesen









