Euro – eine Katastrophe – gescheiterte Währungsunionen früher und heute

Ein Blick in die Geschichte

Die Anfänge der Währungsunionen sind auf die Versuche der Vereinheitlichung des Münzstandards zurückzuführen. Kaiser Augustus vereinheitlichte erfolgreich die Münzen im Römischen Reich – über 400 Jahre wurden die Goldmünzen fast ausschließlich mit dem Siegel des römischen Kaisers geprägt. Der Machtverfall Roms, dessen Ursache unter anderem seine Multikulturalität und Multinationalität war, führte zur Desintegration des Staates und zur Verschlechterung des Münzwertes durch geringeren Anteil an Gold oder Silber. Die Zersplitterung des Münzenrechtes auf die regionalen Herrscher führte bis ins 19. Jahrhundert dazu, dass der Gewinn, der sich aus der Geldschöpfung aus dem Unterschied zwischen Metallwert und Produktionskosten und dem Wert der ausgegebenen Münzen ergab, nicht mehr nur einem Feudalherrscher zuteil wurde. Im 19. Jahrhundert entstanden für die Führungsschichten ganz neue Methoden der Geldschöpfung – allmählich wurde Papierstandard eingeführt. Der Papierstandard sollte nicht mehr auf der Gold- oder Silberparität stützen, sondern durch geeignete Politik der Notenbank, vor allem durch ihre Beeinflussung des Zinses gesichert werden. Im 19. Jahrhundert entstanden auch Währungsunionen, auf denen die Idee des Euro stützte. Alle scheiterten. Weiterlesen

Die Bevölkerung Südkoreas beginnt zu verschwinden: das Abzählen hat schon begonnen

In den kommenden Jahrzehnten werden 80% der G20-Länder einer beispiellosen Abnahme ihrer Bevölkerungszahl gegenüberstehen, die die Weltwirtschaft zutiefst verändern wird.

In den sogenannten hochentwickelten Ländern sollten die Wirtschaftswissenschaftler und Finanzexperten ihr Bewusstsein von der kommenden demographischen Katastrophe schärfen. Die erfolgreichen Wirtschaften sind nämlich buchstäblich am Sterben, unterdessen wächst die Bevölkerung der fruchtlosen Wirtschaften wie Unkraut. Die demographischen Prognosen der UNO sind allzu optimistisch und entfremdet. Die extrem niedrigen Fertilitätsraten in den Industrieländern widersprechen den optimistischen Prognosen der UNO. Laut Prognosen der südkoreanischen Regierung wird die Bevölkerung des Landes innerhalb 7 Jahren zu schrumpfen beginnen, und wenn der Trend anhält, wird das Volk in der fernen Zukunft verschwinden. Der demographische Kollaps betrifft nicht nur Südkorea, sondern auch China; Japan schrumpft in einem unglaublichen Tempo. Arbeitskräfte und Verbrauchspotential der zweiten, dritten und elften Wirtschaft der Erde werden immer kleiner, die anerkannten Analytiker sehen doch da kein Problem. Die erwerbsfähige Altersgruppe, die auch die größte Verbrauchergruppe ausmacht, begann schon vor zehn Jahren zu schrumpfen. Weiterlesen

Nein, es stimmt nicht, dass die UE Afrika militarisiert, um Migration zu stoppen, sondern um sie zu organisieren.

Wir schlagen eine gegenteilige Analyse vor als die, die im Text “EU Militarizes Africa to Halt Migration” [Europa militarisiert Afrika, um Migration zu stoppen.] auf der Website der Strategic Culture Foundation dargestellt wurde.Obwohl der Artikel einen interessanten Einblick in das neueste neo-imperialistische militärische Engagement der europäischen Länder in Afrika unter Anführung Macrons bietet, können wir nicht den Thesen zustimmen, welchen Einfluss es auf die Migrationswelle haben wird und welche Ziele dabei die EU wirklich verfolgt. Die letzten Ereignisse lassen andere Schlussfolgerungen ziehen. Also von Anfang an.

Im letzten Sommer, als es publik wurde, dass Nichtregierungsorganisationen Migranten nach Italien bringen und mit Schleusern zusammenarbeiten, schlug der neu gewählte Präsident Frankreichs Emmanuel Macron sofort eine Lösung vor: spezielle Sammelpunkte in Afrika, wo Bedürftige Unterkunft finden und sich um den Flüchtlingsstatus bewerben könnten.Von da könnten sie im Namen des Gesetzes, falls sie den Status erhalten würden, nach Europa gebracht werden. Weiterlesen

Bannon greift nicht Trump, sondern Kushner an

Es sieht danach aus, als sollte das Jahr 2018 nicht ruhig sein: im Iran gibt es Ausschreitungen, und Trump und Kim Jong-un streiten darüber, wer den größten hat, und argumentieren dabei mit Atomwaffen (“Auf meinem Schreibtisch habe ich einen Atomwaffen-Knopf .”“Wirklich? Ich auch, aber einen größeren”).

Der ehemalige Hauptstratege Washingtons Steve Bannon facht das Feuer an, das einmal zwischen ihm und Jared Kushner im Weißen Haus entfachte.

Die Guardian – Ausgabe vom 3. Januarenthält „explosionsartige Sensationen”. Michael Wolff führt da ein Interview mit Steve Bannon über sein neuestes Buch “Fire and Fury: inside the Trump White House”, in dem er Treffen des Sohns von Donald Trump mit der russischen Juristin Natalia Weselnizkaja als “unpatriotische Verratsakten” bezeichnet.

Die meisten Medien fühlen sich damit zufrieden zu sein. Die meisten Liberalen, die zu Hass gegenüber Donald Trump anstacheln, reicht es auch: ohne es sich lange zu überlegen, posten sie die Aussage auf Twitter weiter. Trump erwiderte die Posts emotionsgeladen und schon ist die Hölle los. Wenn jemand sich keine Mühe gibt, den Text zu lesen und es lieber hat, sich auf seine Emotionen zu verlassen, dann schlagen wir unsere Analyse des Vorfalls vor, die das Ganze im richtigen Kontext zeigt. Weiterlesen

Prag rebellierte gegen Rom, dann gegen Moskau und jetzt gegen Brüssel

Prag, Anfang des XV. Jahrhunderts. Die mitteleuropäische Stadt, die stolz auf ihre Universität, die erste östlich von der Elbe, war. Die Stadt, die unter Karl IV. praktisch die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches war, wurde vom Papst mit einem Interdikt belegt. Es hieß, dass in der Stadt keine Messen gelesen, keine Bestattungen ausgeführt und keine Sakramente erteilt werden durften. Die Menschen wurden von Furcht ergriffen: auf dem Spiel stand doch ihre Erlösung und die war außerhalb der Kirche unmöglich.

Warum wurde denn Prag aus der „zivilisierten” europäischen Gemeinschaft ausgeschlossen? Weil einer der Prediger, Jan Hus, eine andere Art des Christentums als die von Rom predigte. Er wurde also verdammt und zum Häretiker erklärt. Das Interdikt, mit dem Prag belegt wurde, war eine Art Druck auf die böhmischen Mächtigen und die ganze Gesellschaft mit dem Ziel, Hus den Mund zu schließen und die Verbreitung seiner Lehre zu verhindern. Die böhmische kirchliche und weltliche Führung gaben nach. Weiterlesen

Facebook beteiligt sich am Exodus der Afrikaner nach Europa

Soziale Netzwerke dienen schon seit langem nicht nur zur Kommunikation oder zum Marketing, sondern gestalten politische Ereignisse mit. Facebook und Twitter beteiligten sich am arabischen Frühling und Euromaidan in Kiew. Sie wurden auch zu einem Mittel, das den Schmuggel der Afrikaner nach Europa organisieren hilft.

2017 besaß jede vierte Person auf der Erde ein Konto auf dem Facebook, davon sind 68% der Nutzer unter 35.Das Netzwerk ist auch in Nordafrika populär, fast die Hälfte der Bevölkerung nutzt es, meistens sind es Personen unter 35.Übrigens sind 89% der Migranten aus Lybien, die nach Europa kommen laut offiziellen Angaben nicht über 40,was vermuten lässt, dass dieselbe Altersgruppe das erwähnte soziale Netzwerk am öftesten nutzt.

Facebook wurde also für die Schleuser ein Mittel, mit dem sie die Menschen ansprechen, die aus Afrika nach Europa kommen wollen. Wie geht das vor sich? Erstens richten die Schleuser Kontos auf Facebook oder auf einem ähnlichen Netzwerk ein, wo sie für ihre „Reise” nach Europa werben. In ihren Posts geben sie ihre Telefonnummer an und bitten um Kontakt via WhatsApp, die die Verschlüsselung der Daten garantiert. Zweitens veröffentlichen sie da Fotos, die ihre Reisevorbereitungen bezeugen, um glaubwürdig zu sein. Drittens laden sie da Fotos und Berichte der Personen hoch, die mit ihrer Hilfe in die europäischen Länder kamen, was bei potenziellen Kunden Vertrauen wecken soll. Wichtig sind auch Kommentare unter den Posts. Davon kann man erfahren, wer die Dienstleistungen der Schleuser nutzte. Auf diese Weise verbreiten sich – mit der Flüsterpropaganda – unter den Bekannten auf den erwähnten Netzwerken die Nachrichten über die geplanten Schleuseraktionen. Weiterlesen

Märkte Ende 2017 – ein Blick auf das Jahr 2018

Jeder Marktanalytiker und Beobachter weiß es, dass die Märkte immer ein Gleichgewicht anstreben: nach jedem Hoch kommt ein Tief und umgekehrt. Die Kunst ist diesen Wellen zu folgen und dabei zu verdienen.

Gefira Financial Bullletin #19 is Available now

Wir beobachten seit gut einem Jahr, seit der Wahl Trumps zum Präsidenten, eine riesige Welle des Vertrauens der Märkte an seine Politik und an die Kraft der amerikanischen Wirtschaft. Hauptindizien der amerikanischen Börsen erreichen ein Hoch nach dem anderen und schlagen Rekorde. Die Investoren spekulierten bisher auf die Steuerreform Trumps, die riesige Entlastungen für Unternehmen mit sich bringt: Unternehmensteuer wurde von 35 auf 20 Prozent gesenkt. Auch Privathaushalte werden niedrigere Steuer bezahlen, dennoch fallen alle Sonderabzüge weg, so dass für die meisten Bürger die Reform auf die Dauer keine Änderungen bedeuten und für die Ärmsten sogar ungünstig sein wird. Trump unterzeichnete zu Weihnachten die mit Ach und Krach durch Senat beschlossene Reform und jetzt ist eher eine Korrektur wahrscheinlicher als weitere Rekorde, da den Märkten nun ein Antriebsstoff für einen weiteren Anstieg fehlt. Es ist paradox, aber gute Nachrichten beleben die Börsen nur kurzfristig, dann kommt es meistens zur Realisierung der Gewinne. Die Investoren warten im Moment noch kurz ab, bis sie ihre Gewinne für dieses Abrechnungsjahr noch buchen können, dann werden sie sie höchstwahrscheinlich realisieren. Weiterlesen