Ein Blick in die Geschichte
Die Anfänge der Währungsunionen sind auf die Versuche der Vereinheitlichung des Münzstandards zurückzuführen. Kaiser Augustus vereinheitlichte erfolgreich die Münzen im Römischen Reich – über 400 Jahre wurden die Goldmünzen fast ausschließlich mit dem Siegel des römischen Kaisers geprägt. Der Machtverfall Roms, dessen Ursache unter anderem seine Multikulturalität und Multinationalität war, führte zur Desintegration des Staates und zur Verschlechterung des Münzwertes durch geringeren Anteil an Gold oder Silber. Die Zersplitterung des Münzenrechtes auf die regionalen Herrscher führte bis ins 19. Jahrhundert dazu, dass der Gewinn, der sich aus der Geldschöpfung aus dem Unterschied zwischen Metallwert und Produktionskosten und dem Wert der ausgegebenen Münzen ergab, nicht mehr nur einem Feudalherrscher zuteil wurde. Im 19. Jahrhundert entstanden für die Führungsschichten ganz neue Methoden der Geldschöpfung – allmählich wurde Papierstandard eingeführt. Der Papierstandard sollte nicht mehr auf der Gold- oder Silberparität stützen, sondern durch geeignete Politik der Notenbank, vor allem durch ihre Beeinflussung des Zinses gesichert werden. Im 19. Jahrhundert entstanden auch Währungsunionen, auf denen die Idee des Euro stützte. Alle scheiterten. Weiterlesen









