Trumps Erzfeind

Überglücklich über seinen Wahlsieg sagte Donald Trump, dass Gott einen Grund hatte, als er sein Leben während des fast erfolgreichen Attentats gerettet hatte. Der spektakuläre Sieg im Präsidentschaftsrennen ist fast so wundersam wie sein Überleben, als Millimeter über sein Schicksal entschieden. Das Attentat war als Verzweiflungstat gedacht, um Donald Trump als Kandidaten auszuschalten, da alle anderen Maßnahmen fehlgeschlagen waren. Stattdessen stärkte der Attentatsversuch sein Ansehen. Aufnahmen mit Trumps Rufen „Fight! Fight! Fight!“ (Kämpft!) und seine trotzige Körperhaltung werden ebenso in die Geschichte eingehen wie die Aufnahmen, die amerikanische Soldaten beim Hissen der amerikanischen Flagge auf Iwo Jima zeigen. In der Tat wurden diese beiden Bilder bereits nebeneinandergestellt. Die Ähnlichkeit ist frappierend.

Die linken Demokraten, bei denen Künstler und Intellektuelle aller Art anwesend waren, beschimpften Donald Trump, stellten ihm juristische Fallen, brachten ihn in die Negativpresse, befürchteten, dass ein neuer Hitler die Kontrolle über die Vereinigten Staaten übernehmen würde, und so weiter. All dies ging schief und schlug in direktem Verhältnis zu dem Aufwand zurück, der betrieben wurde, um ihn zu verleumden und seinen Namen durch den Dreck zu ziehen. Wie das biblische Sprichwort sagt: Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Sie gruben, und sie fielen hinein. Auf eine erbärmliche Weise.

Es ist nicht so, dass Donald Trump ein idealer Präsident wäre. Weit gefehlt. Doch im Vergleich zu Joe Biden, Kamala Harris, Hillary Clinton und all den anderen ist er wie ein gewöhnlicher Amerikaner. Er ist zwar ein Milliardär und kein Mann von der Straße, aber die Art, wie er redet, wie er sich verhält, wie er sich unter die Leute mischt, lässt ihn wie einen der vielen Millionen gewöhnlicher Amerikaner aussehen, die in ihrem Herzen die Nase voll haben von dem linken Geschwätz über die vielen Geschlechter, über Inklusion und Vielfalt, über offene Grenzen und die Verderbtheit des Patriarchats, über all diesen ideologischen Mist.

Der Versuch der Demokraten, die Gesellschaft nach Geschlecht, Ethnie und moralischer Laxheit zu spalten, hat sich als nicht ausreichend erwiesen. Sicher, die Linken haben Fortschritte in ihrer Richtung gemacht: Immerhin hat nur etwas weniger als die Hälfte der amerikanischen Gesellschaft für Harris gestimmt, d.h. dafür, dass die Rassen- und Geschlechterkriege fortgesetzt werden, dass die Grenzen noch offener werden, dass der Polizei noch mehr Mittel entzogen werden, dass die moralische Laxheit die Ermordung von Kleinkindern unter dem Deckmantel der Menschenrechte – nein, der Frauenrechte – und des Gesundheitsschutzes verkauft wird.

Denken Sie einen Moment darüber nach. Stellen Sie sich eine politische Kundgebung vor, bei der eines der Hauptthemen darin besteht, Schwangerschaftsabbrüche zu garantieren. Stellen Sie sich all die wahnsinnigen Frauen vor, die sich nicht nur berechtigt fühlen, das Leben ihrer Kinder abzubrechen, sondern dies auch noch vom Staat finanziert zu bekommen, d.h. auch von denjenigen, denen solche Praktiken ein Gräuel sind. Denken Sie an solche Kundgebungen, die vor fünfzig, achtzig oder hundert Jahren stattfanden. Die wenigsten Teilnehmer wären damit einverstanden gewesen, sondern die überwältigende Mehrheit wäre schockiert gewesen. Heute ist niemand schockiert. So weit sind wir schon. 

Wählen Sie den Kandidaten, der den Schwangerschaftsabbruch garantiert! Wählen Sie den Kandidaten, der garantiert, dass die „Ehe“ zwischen gleichgeschlechtlichen Personen geschlossen werden kann. Wählen Sie den Kandidaten, der garantiert, dass gleichgeschlechtliche Paare das Recht haben werden, Kinder zu adoptieren. Stimmen Sie vor allem für einen Kandidaten, der farbig ist – eine Phrase aus dem Neusprech – und eine Frau. Die intellektuellen Qualitäten des Kandidaten, seine Erfahrung, seine Erfolge und sein Charakter spielen keine Rolle: Sie müssen nur darauf achten, dass der Kandidat eine Frau ist, und dass diese Frau eine Hautfarbe hat.

Sie haben nicht für Kamala Harris gestimmt? Sie müssen ein Frauenfeind und ein Rassist sein. Sie haben für Donald Trump gestimmt? Dann müssen Sie ein Faschist und ein Verfechter des Patriarchats sein. So einfach ist das.

Das ist, wohlgemerkt, die Demokratie, zu der die ganze Welt aufschauen und sie kopieren sollte. Das ist das politische System, das die Amerikaner nicht nur in Europa, sondern auch in Afghanistan oder Venezuela, in Syrien und Nordkorea, in der Ukraine und in Weißrussland nachahmen wollen. Ein politisches System, das die Gesellschaft wie ein scharfes Messer in Teile spaltet, deren Mitglieder sich gegenseitig abgrundtief hassen; ein politisches System, das Wahlkampagnen mit physischen (Mord, Mordversuch) und Rufmorden (der politische Gegner ist eine Inkarnation Hitlers) produziert. Der Rest der Welt sollte das amerikanische System übernehmen, weil es so wunderbar ist!

Donald Trump hat gewonnen und wird sich bald mit Emmanuel Macron, Keir Starmer, Olaf Scholz und Ursula von der Leyen auseinandersetzen müssen, die ihn verachten, die ihn hassen, die ihn ablehnen. Er wird sich mit den amerikanischen Beamten auseinandersetzen müssen, von denen die meisten seine erste Amtszeit sabotiert haben. Er wird sich mit all den Mainstream-Medien auseinandersetzen müssen, die nicht verschwinden werden, sondern seine Präsidentschaft auf Schritt und Tritt untergraben werden.

Donald Trump wird seine Lektion aus den vier Jahren der ersten Amtszeit gelernt haben. Hat er genug gelernt?

Wenn den Journalisten nur wenige glauben…

…dann wird es wohl bald einen Umsturz geben, denn wenn das Volk den Regierenden und ihren Sprechrohren nicht glaubt, kommt das Ende der Regierenden bald. Komfortabel für den Aufbau der sogenannten Demokratie ist die Situation, wenn es eine Partei oder herrschende Gruppe gibt, die regiert und im totalen Konflikt mit der anderen, oppositionellen Partei oder mit der die Macht anstrebenden Gruppe steht. Damals stehen die einheimischen Leitmedien  meistens auf der Seite der „Richtigen“, der Regierenden, und die alternativen, bzw. trotzigen Medien auf der Seite der Opposition. Die Situation ist komfortabel (vielleicht jetzt mal in Georgien, oder Venezuela) für die Wähler/Bürger, denn Sie wählen selbst, wer recht hat, sprich: wo die Wahrheit ist. Die jetzige Situation in den USA ist anders: Immer weniger Menschen vertrauen den Medien überhaupt, egal, ob es Leit- oder alternative (unabhängige?) Medien sind.

Quelle: Tippinsights

Der Grund dafür sind höchstwahrscheinlich die ungeheuren Diskrepanzen, die in den Narrativen der Demokraten und Republikaner zu sehen sind. Laut einer Studie des Watchdog Media Research Center war die Berichterstattung über Kamala Harris zu 84 % positiv, während sie bei Trump zu 89 % negativ ausfiel (die Statistiken umfassen die Sender CBS, NBC und ABC). Die demokratische Kandidatin erhielt außerdem 66 % mehr Sendezeit.

Was ist der Grund für diese Ungleichheiten? Die großen Konzerne, die zum derzeitigen Establishment gehören, wollen den Status quo erhalten, d. h. unter anderem eine weitere Herrschaft der Demokraten. Die Verarmung der Mittelschicht, die Spaltung der Gesellschaft durch Ideenkriege, die Destabilisierung durch die Migrantenkrise, das Chaos, das durch die Duldung von Krawallen und Ladendiebstählen bei gleichzeitiger Kürzung der Mittel für die Polizei entsteht. Uneinige und verwirrte Gemeinschaften sind viel leichter zu kontrollieren – eine Änderung solchen Zustands würde dem Establishment nicht zugutekommen.

Dazu kommt noch das Hauptwerkzeug der Leitmedien: die Umfragen. Der durchschnittliche Wähler hat nur begrenzten Zugang zu Informationen. Woran kann er sich orientieren, wenn er entscheidet, wem er seine Stimme geben wird? An den Umfragen! Aus psychologischer Sicht wollen die Menschen zur Gruppe der Gewinner gehören. Aus diesem Grund ist die Macht der veröffentlichten Wahlumfragen so groß. Wie kann man sich dagegen wehren, d.h. die Zuverlässigkeit dieser Medien überprüfen? Zum Beispiel indem man sie mit den Wetten der Buchmacher konfrontiert. Dieses Geschäft basiert auf reinen Statistiken – wenn die Quoten des Buchmachers nicht der Realität entsprechen, muss er automatisch große Verluste in Kauf nehmen. Wenn wir uns die heutigen Umfrageergebnisse der ABC NEWS ansehen (Stand 01.11.24), stellen wir fest, dass Harris in Führung liegt.

 

Quelle: ABC News

Ganz Gegenteil sind die von verschiedenen Buchmacherseiten eingehenden Daten, laut denen Trump der Favorit sei. Die nachstehende Grafik zeigt, dass der republikanische Kandidat im Durchschnitt auf über 60 % Unterstützung zählen kann, während sein Gegner auf kaum 40% zählen kann (Stand 01.11.24).

Quelle: Realclearpolling.com

Schon in der Vergangenheit haben sich Umfragen bei der Vorhersage des Gewinners der Präsidentschaftswahlen geirrt. Im Jahr 2016, während des Wahlkampfes von Hillary Clinton und Donald Trump, zeigten die Umfragen auf den Kandidaten der Demokratischen Partei – währenddessen gewann der rechte Flügel. Ein Grund für diese „überraschende“ Wendung der Ereignisse könnte  das Wahlsystem in den USA gewesen sein, das die Möglichkeit schafft, dass der Kandidat, der weniger Wahlmännerstimmen erhalten hat, aber mehr Wahlmännerstimmen, die entscheidend sind, gewinnt.

Nach der Untersuchung der Methodik, mit der die von der ABC verbreiteten Umfragen erstellt wurden, kann man zu dem Schluss kommen, dass die zur Verfügung gestellten Ergebnisse trotz des Anspruchs auf Transparenz auf unklare und komplizierte Weise erstellt werden. Der Unterstützungsbalken, der uns präsentiert wird, ist keine Antwort auf die grundlegende Frage „Für wen wollen Sie bei den Präsidentschaftswahlen stimmen?“, sondern auf eine Reihe von Fragen, die in verschiedenen Umfragen eingefügt wurden. Die erhaltenen Ergebnisse werden dann analysiert und verarbeitet. Dies schafft viel Raum für Missbrauch und Interpretationsfreiheit.

Die heutigen Leit(medien) sind nicht frei von Einflüssen und Diktaten. Wenn Sie aber den Ergebnissen von Google glauben, schauen Sie sich als Pointe diese Artikels die folgende Grafik an:

 

Diebstahl der Beweise der Sinne am helllichten Tag

Diebstahl des gesunden Menschenverstandes, Diebstahl der Beweise, die Ihre Sinne Ihrem Gehirn liefern, Diebstahl Ihres Denkvermögens, Diebstahl am helllichten Tag. Was meinen wir damit? Die Tatsache, dass die Voreingenommenheit der Medien total außerhalb ihrer eigenen Kontrolle liegt. Ein einfaches Beispiel. Die Medien informieren Sie über die Umfragen zu den beiden Präsidentschaftskandidaten und teilen Ihnen mit vollem Vertrauen  mit, dass die Stimmen für einen der beiden Kandidaten UNGEFÄHR fifty-fifty verteilt sind. Doch im gleichen Atemzug zeigen dieselben Medien eine Straßenumfrage, bei der sie, sagen wir, zehn Personen nach ihrem Lieblingskandidaten befragen, und alle werden sich für den Kandidaten aussprechen, den ein bestimmtes Medium befürwortet. Seltsam, nicht wahr?

Warum sind die Medienleute nicht in der Lage, sich selbst zu kontrollieren? Warum sind sie nicht in der Lage, konsequent zu sein? Ist es der starke Hass auf den anderen Kandidaten, der sie dazu veranlasst? Liegt es an der geringen Wertschätzung, die sie ihrer Leserschaft oder ihrem Publikum entgegenbringen? Sicherlich gibt es viele Leser, Zuschauer oder Zuhörer, die diese eklatante Voreingenommenheit nicht bemerken. Sicherlich gibt es viele Zuhörer oder Zuschauer, denen diese Diskrepanz nicht auffällt. Sicherlich werden einige der Zuschauer oder Leser diese Diskrepanz bemerken, aber dann teilen sie den gleichen intensiven Hass auf einen der Kandidaten und können daher nicht anders, als sich dieser einseitigen Darstellung hinzugeben. Dennoch gibt es einige Medienkenner, die sich von dieser Art von Unfairness abgestoßen fühlen. Unter den Lesern, Zuhörern und Zuschauern gibt es einige, die eine Fähigkeit zum Denken, zum Erinnern und zum Vergleichen haben. Wenn sie immer wiederkehrende Unstimmigkeiten feststellen, werden sie skeptisch gegenüber den Informationen, mit denen sie von den Medien versorgt werden. Es wird auch einige geben, die die verzerrte Darstellung der Realität in Frage stellen und ihre Skepsis und Kritik an den Medien an andere weitergeben, wodurch langsam die Saat des Zweifels, des Unglaubens und schließlich der totalen Ablehnung der offiziellen Informationsquellen aufgeht, ein Prozess, der derzeit in der gesamten westlichen Welt in vollem Gange zu sein scheint.

Ein Medienunternehmen übt eine enorme Macht über die Verbraucher von Informationen aus. Für einen Durchschnittsbürger ist es nicht leicht, sie beim Lügen zu erwischen. Es sind die Medien, die Zugang zu Informationsquellen haben, und es sind die Medien, die über all die technischen Hilfsmittel verfügen, mit denen sie Nachrichtenstücke so zusammensetzen können, dass die von den Medienbesitzern gewünschte Darstellung entsteht. Von Zeit zu Zeit verlieren sie sich jedoch in ihrem eigenen erfundenen Narrativ und entlarven sich schließlich als das, was sie wirklich sind: Werkzeuge zur Manipulation der öffentlichen Meinung. Eine Sache, die die Glaubwürdigkeit der Medien leicht in Zweifel ziehen kann, ist die interne Diskrepanz oder der interne Widerspruch in den Nachrichten, oder – im Klartext – die Lüge, die sie sich selbst auftischen.

Noch einmal: Warum sagt man, dass etwa die Hälfte des Landes für und die andere Hälfte gegen einen bestimmten Kandidaten ist, und „untermauert“ die Statistiken dann mit einer Straßenumfrage, bei der ALLE ODER FAST ALLE Befragten ihre Unterstützung für einen der Kandidaten bekunden? Man fragt sich, was der intellektuelle Rahmen solcher Journalisten oder derjenigen ist, die diese Journalisten ihre Arbeit machen lassen. Können sie sich nicht beherrschen? Fehlt es ihnen an grundlegenden geistigen Fähigkeiten oder ist es so, dass sie die Gesamtheit der Informationskonsumenten verachten? Sicherlich sehen sie sich als Hüter des politischen und moralischen Rückgrats der Bürger; sicherlich gehen sie davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Informationskonsumenten nicht über die Fähigkeit verfügt, Antworten zu erarbeiten, gründlich zu recherchieren, sich mit riesigen Datenmengen auseinanderzusetzen. Das ist verständlich. Man ist versucht, sie zu nutzen und … zu missbrauchen. Aber warum sollte man den Lesern, Zuhörern, Zuschauern offensichtliche Diskrepanzen und Widersprüche zumuten? 

Der amerikanische Journalismus ist in einen bodenlosen Abgrund der Verlogenheit gestürzt

Donald Trump hielt neulich eine große Kundgebung im Madison Square Garden ab, dem üblichen Veranstaltungsort für solche Events. Die amerikanischen Linken, die angesichts der immer realer werdenden Aussicht, dass Trump wieder ins Weiße Haus einzieht, zu Tode erschrocken sind, haben – mit freundlicher Genehmigung von MSNBC – einen journalistischen und zugleich absurden Propaganda-Show inszeniert. Die von MSNBC gezeigten Aufnahmen von der Kundgebung wurden mit den Aufnahmen einer Kundgebung aus dem Jahr 1939 verwoben, die am selben Ort stattgefunden hatte und von amerikanischen Anhängern des deutschen Nationalsozialismus abgehalten wurde. Die Botschaft von MSNBS war mehr als deutlich, so primitiv sie auch war. Doch die amerikanischen Linken halten die Amerikaner wirklich für primitive Schwachköpfe, und so hielten sie es für angebracht, den Zuschauern zu sagen, wie sie die Kundgebung im Madison Square Garden mit den ineinander verschlungenen Aufnahmen aus dem Jahr 1939 zu interpretieren haben. Zu diesem Zweck lud der Fernsehmoderator Historikerin Ruth Ben-Ghiat und Schriftstellerin Anne Applebaum, deren Aufgabe es war, Trump zu beschmutzen und ihn durch so viel Schlamm und Dreck und Scheiße und… zu ziehen, wie man innerhalb von ein paar Minuten nur konnte. So wurden Donald Trump und seine Anhänger mit Nazis, Rassisten, Hitler und Mussolini in einen Topf geworfen, während die beiden Gäste dem Publikum immer wieder versicherten, dass der Madison Square Garden von Trump bewusst gewählt wurde und die ganze Rhetorik und Symbolik eine bewusste Kopie der deutschen nationalsozialistischen Kundgebungen aus dem vorigen Jahrhundert war.

Das alles war ekelhaft. Das Ganze erinnerte an die schlimmsten Propagandatricks aus den 1920er und 1930er Jahren, wovon sowohl die Historikerin(!) Ruth Ben-Ghiat und die Autorin Anne Applebaum hätten wissen müssen. In der Sowjetunion wurden politische Gegner zwangsläufig als Faschisten und ausländische Agenten abgestempelt. In der Sowjetunion wurden politische Gegner der Masse der leichtgläubigen und ziemlich einfältigen Menschen als Monster und Mörder dargestellt. Das geschah in der Sowjetunion in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens, aber in späteren Jahrzehnten erkannten selbst die kommunistischen Propagandisten, wie primitiv und daher unwirksam solche Propagandamaßnahmen waren, ganz zu schweigen von der schlechten Presse, die sie im Ausland über die Sowjetunion verursachten. Traurigerweise kopieren die heutigen Vereinigten Staaten von Amerika in dieser Hinsicht die Sowjetunion aus deren schlimmsten Jahren. 

Lassen Sie mich eine Vermutung anstellen: Ein Trick wie dieser ist ein Nagel im Sarg der Demokraten. Jetzt fühlen sich sogar Menschen, die keine Anhänger oder Befürworter von Trump waren, angewidert und abgestoßen von Leuten wie Joe Biden oder Kamala Harris, von Leuten wie Ruth Ben-Ghiat oder Anne Applebaum. Die YouTube-Kommentare bestätigen meinen Standpunkt. Hier sind einige von ihnen:

– Es macht mich wahnsinnig, dass dies der Zustand der Mainstream-Medien heutzutage ist.

– Wie kann es sein, dass sie so einen völligen Unsinn sagen dürfen????

– Ich kann wirklich nicht glauben, dass MSNBC das gemacht hat. Viele Leute haben das vorhergesagt, und ich dachte, es sei ein Witz. Ich bin wirklich schockiert, dass sie keinen Scherz gemacht haben. Die Mainstream-Medien der Vereinigten Staaten sind erbärmlich.

– MSNBC… ihr seid wirklich auf die schiefe Bahn geraten. Was für eine Blamage für den Journalismus ihr geworden seid.

– Das ist das Verrückteste, was ich je gehört habe.

– Kurz vor Halloween haben die wahren Monster ihre Masken abgenommen und lassen sich sehen.

– Hatten nicht Bill Clinton und Al Gore 1992 eine Präsidentschaftskundgebung in MSG?

– Die Demokratische Partei hat 2 Kongresse im Madison Square Garden abgehalten, also was soll das bedeuten?

– Ich bin wirklich schockiert, dass sie so ein schreckliches, schockierendes Video gepostet haben, das ist wirklich ekelhaft und die Mainstream-Medien gehen wirklich auf ein niedrigeres Niveau.

– Wenn ich MSNBC so reden höre, fange ich an zu glauben, dass Trump die letzte Wahl gewonnen haben könnte. Sind Sie völlig durchgeknallt? Wie bitte? Nicht ein einziger Amerikaner wird diesen Unsinn hören. Sie haben gerade Trumps Sieg gesichert.

– Interessant… Ich schätze, du hast vergessen zu erwähnen, dass diejenigen, die 1939 an der Kundgebung teilgenommen haben… „ALLE DEMOKRATEN WAREN!!!“

– Was für ein Schwachsinn. Das ist der Grund, warum ich keine Mainstream-Medien schaue.

– Ekelhafte Berichterstattung. Diese Leute sind verachtenswert.

– Ich liebe es zu sehen, wie MSDNC und der Rest der MSM weiterhin jede Glaubwürdigkeit zerstören, die sie vielleicht noch haben. Danke Jungs, dass ihr eure Schuldigkeit getan habt.

 

 

Die BBC fragt, Putin antwortet

Zum Abschluss des BRICS-Gipfels, der dieses Jahr vom 22. bis 24. Oktober in Kasan (Russland) stattfand, stellte sich der russische Präsident Wladimir Putin, wie es seine Gewohnheit ist, den Fragen der Journalisten. Eine dieser Fragen wurde von einem BBC-Korrespondenten gestellt. Der BBC-Journalist fragte den russischen Staatschef, ob er nicht eine Diskrepanz zwischen dem, was Russland anstrebt – nämlich seine eigene und die internationale Sicherheit, Stabilität und Gerechtigkeit – und dem, was Russland als Ergebnis seiner Politik erntet – nämlich ukrainische Drohnen über seinem eigenen Territorium oder die Beschießung russischer Städte durch ukrainische Artillerie – sehe. Derselbe Journalist fragte auch, ob Wladimir Putin den Bericht der britischen Geheimdienste bestätigen könne, dass der Kreml hinter den sozialen Unruhen im Vereinigten Königreich stecke. Putins Antwort war vielseitig und erschöpfend:

Ja, Russland wurde nicht vor 2022 bombardiert, aber vor diesem Datum hatte Russland etwas viel Schlimmeres erlebt. Russland wurde vom Westen ignoriert, der versuchte, Russland den Status eines halb unabhängigen Landes zuzuweisen, das lediglich Ressourcen liefert. Vor 2022 sei Russland dazu verdammt, sich in die Abhängigkeit des Westens zu begeben. Es liege auf der Hand, dass das Land unter diesen Umständen nicht hoffen konnte, zu gedeihen, sich zu entwickeln und auf Dauer überhaupt zu existieren. Der Westen respektierte Russlands Interessen, Russlands Traditionen, alles Russische nicht.

Was die Gerechtigkeit angeht, so der russische Präsident weiter, tue der Westen alles, um die Welt unter verschiedenen Vorwänden auszubeuten. Einer davon sei die Zeit der Pandemie gewesen, in der sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union Milliarden ihrer jeweiligen Währungen druckten, mit denen sie riesige Mengen an Nahrungsmitteln aufkauften und eine weltweite Inflation verursachten. Indem sie die Weltmärkte mit Milliarden zusätzlicher Dollars und Euros überschwemmten, war der Westen in der Lage, viel mehr zu konsumieren als er produzierte, viel mehr als der Rest der Welt. Der andere Vorwand sei natürlich die Ökologie. Der Westen verlangt, dass die mit fossilen Brennstoffen erzeugte Energie reduziert wird, was im Namen des Klimaschutzes geschieht. Das möge ein nobles Ziel sein, aber die afrikanischen und einige asiatische Länder könnten es sich nicht leisten, auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Um dies zu tun, d. h. um moderne Technologien der Energieerzeugung zu nutzen, müssten sie Kredite aufnehmen, die der Westen nur mit sehr hohen Zinsen anbietet. Praktisch gesehen mache ein solches Vorgehen des Westens aus den ehemaligen afrikanischen Kolonien moderne Kolonien.  Ist das die Gerechtigkeit, die der BBC-Journalist meinte? 

War es gerecht, die Forderung Russlands, dass die Ukraine nicht Mitglied der NATO wird, nicht zu respektieren? War es gerecht von Seiten des Westens, Abkommen mit Russland zu schließen, mit der Absicht, sie zu brechen? War es gerecht, Russlands Unterleib – die Ukraine – nicht nur gegen Russland aufzubringen, sondern dort sogar Militärbasen zu errichten? War es gerecht, den Staatsstreich in der Ukraine zu vollziehen? Dies seien eklatante Ungerechtigkeiten, und Russland will und wird sie ändern.

Zur Behauptung der britischen Geheimdienste, Russland säe angeblich Zwietracht in der britischen Gesellschaft und stecke hinter den Unruhen auf den Straßen, sagte Präsident Putin, die im Westen zu beobachtenden sozialen Unruhen seien eine direkte Folge der Politik der westlichen Regierungen, die die wirtschaftlichen Bedingungen in ihren Ländern aufgrund von Sanktionen und des Verzichts auf Russlands billige Ressourcen verschlechtert hätten. Was hat Russland mit all dem zu tun? – fragte der russische Staatschef. 

Es wurden interessante Punkte angesprochen. Es könnte durchaus sein, dass die Russen Unruhen in den westlichen Gesellschaften schüren. Ist das eine Überraschung? Es wäre verblüffend, wenn Russland nicht versuchen würde, den Westen mit gleicher Münze heimzuzahlen. Die Vergeltung könnte sogar noch schmerzhafter ausfallen.

Was die Inflation und die Beraubung der Welt durch das Drucken von Geld angeht, so arbeiten die BRICS-Länder genau aus diesem Grund zusammen und versuchen, ein paralleles Finanzsystem zu schaffen. Sie sind seit langem Opfer finanzieller Machenschaften, und sie haben den Mechanismus, durch eine von ausländischen Mächten verursachte Inflation ausgeraubt zu werden, längst erkannt. Wenn die Zentralbanken Indiens oder Brasiliens viel mehr Geld ausgeben als gerechtfertigt ist, trifft die daraus resultierende Inflation sie direkt, einige andere Länder indirekt und wieder andere gar nicht. Wenn jedoch die Vereinigten Staaten mehr Dollar ausgeben, trifft die daraus resultierende Inflation den ganzen Globus, einfach weil der Dollar die globale internationale Währung ist. So lösen die Vereinigten Staaten ihre wirtschaftlichen Probleme und belasten den Rest der Welt. Dies ist übrigens der Punkt, den Präsident Putin in seinen Reden oder Interviews immer wieder angesprochen hat.

Woher kommen Sie? – eine beleidigende Frage

Wir erleben in der westlichen Welt einen Angriff der Abnormität: Sie müssen fragen, mit welchem der vielen Pronomen Ihr Gesprächspartner angesprochen werden möchte, aber Sie dürfen nicht fragen, woher er kommt! Anders ausgedrückt: Sie sollen sich nicht dafür schämen, dass Sie offensichtlich nicht ganz richtig im Kopf sind, wenn Sie sich als ein Englischsprachiger für xi oder ze halten, sondern Sie sollen sich für das Land schämen, in dem Sie oder Ihre Vorfahren geboren wurden. Wie ist es möglich, dass eine solche Abnormität Fuß fassen konnte?

Wir wurden lange Zeit von den Machthabern darauf konditioniert, dass wir niemanden nach seiner Religion fragen sollten. Warum eigentlich? Weil das die Privatsache eines jeden Einzelnen ist, sagen sie. Na und? Sind nicht auch Ihr Name oder andere Details über Ihre Familie und Ihren Beruf Ihre Privatsache? Warum sollte die Frage, woran Sie glauben, verboten sein? Warum sollte die Frage nach dem Land, aus dem Sie kommen, verboten sein? Warum sollte eine Frage nach Ihrer Staatsangehörigkeit verboten sein? Sind diese Informationen beschämend? Frage ich meinen Gesprächspartner danach, ob er Syphilis hat? Danach, ob er HIV hat? Was ist so beschämend an der ethnischen Zugehörigkeit eines Menschen? Hey, wir sollen doch glauben, dass alle Arten von Erbe gleich wertvoll sind; mehr noch, man sagt uns allen, dass Menschen aus anderen als europäischen Kulturen unsere – europäischen – kulturellen Errungenschaften sogar übertreffen. Was ist also das Problem? Alle Menschen asiatischer oder afrikanischer Herkunft sollten stolz darauf sein, woher sie oder ihre Eltern oder ihre Vorfahren kommen; mehr noch, sie sollten sich freuen, wenn sie nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrem Glauben, ihrer Herkunft gefragt werden.

So wie es aussieht, ist alles, was man uns erzählt, eine Lüge. Einerseits wird uns gesagt, dass die Neuankömmlinge einen enormen Beitrag zur europäischen Kultur leisten, indem sie ihr eigenes Erbe einbringen, andererseits – Gott bewahre, sie nach dem Land ihrer Herkunft zu fragen! Offensichtlich werden einige Ethnien von den Menschen selbst als beschämend empfunden. Wie sonst? Wenn man Sie nach Ihrem Beruf fragt und Sie zufällig Arzt oder Ingenieur sind, geben Sie Ihrem Gesprächspartner diese Information gerne. Sie sind stolz darauf und wissen, dass Ihr Gesprächspartner Sie bewundern, beneiden oder hochschätzen wird. Wenn Sie dagegen als Putzfrau oder Müllsammler tätig sind, ziehen Sie es sicher vor, nicht nach Ihrem Beruf gefragt zu werden, und Sie möchten jedes Gespräch über Berufe vermeiden. Wenn sich ein solches Gespräch nicht vermeiden lässt, verwenden Sie ausgefallene Wörter, um Ihren Beruf (um-)zu benennen, z. B.: Sie seien eine Reinigungsfachkraft.

Ähnlich verhält es sich mit der ethnischen Zugehörigkeit, der Nationalität, der Herkunft. Niemand schämt sich, wenn er sagt: Ich bin Amerikaner, Franzose, Brite oder Japaner. Irgendwie schämen sich Menschen aus vielen Ländern oder Nationen, wenn sie nach ihrer Herkunft gefragt werden. Es ist nicht so, dass wir sie dazu bringen, sich zu schämen, sondern sie selbst fühlen sich so. Das zeigt nur den Minderwertigkeitskomplex, den sie entwickelt haben und unter dem sie leiden. Doch ein Verbot von Fragen nach dem Herkunftsland hilft den Menschen mit diesem Minderwertigkeitskomplex nicht. Wenn es nicht ihre Sprache ist, die sie verrät, so ist es sicherlich ihr Aussehen. Kinder von eingebürgerten Ausländern mögen die Sprache der adoptierten Nation genauso gut sprechen wie Muttersprachler, aber ihre Biologie – d. h. ihr Aussehen – wird sich nicht ändern, es sei denn – selbstverständlich, es sei denn – aufeinanderfolgende Generationen von Neuankömmlingen vermischen sich weiterhin mit der Ethnie des Gastlandes, was wiederum ethnischer Selbstmord ist, nicht wahr?

Gefira 87: Durch den Spiegel, und was wir dort finden

Was würden Sie sagen, wenn Sie erfahren würden, dass Gibraltar für das Vereinigte Königreich von nationalem Sicherheitsinteresse ist, während es für Spanien nicht zur nationalen Sicherheit gehört? Was würden Sie denken, wenn Sie lesen, dass Frankreich sich nicht sicher fühlen kann, wenn Russland Lettland besetzt, Russland sich aber sicher fühlen sollte, wenn die Ukraine Mitglied der NATO ist? Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen sagen würde, dass die Türkei den Libanon kontrollieren muss, weil sich Ankara sonst unsicher fühlen würde? Klingen solche Behauptungen nicht absurd?

Und doch schämen sich die Vereinigten Staaten nicht, genau das zu verkünden, nämlich dass sie sich ohne die Kontrolle über Taiwan von China bedroht fühlen werden.

Was würden Sie sagen, wenn Sie lesen würden, dass Dänemark sich darüber wundert, dass die deutsche Armee viel zahlreicher ist? Was würden Sie denken, wenn man Ihnen sagen würde, dass Bulgarien auf die zahlenmäßige Überlegenheit der türkischen Truppen hinweist? Sind diese Fakten seltsam, wenn man bedenkt, dass die Bevölkerung Deutschlands oder der Türkei viel größer ist als die Dänemarks oder Bulgariens? Doch genau das ist es, was seriöse amerikanische Polit- und Militäranalysten überrascht, die auf die Größe der Armee des Reichs der Mitte verweisen, als ob dabei die Größe der chinesischen Bevölkerung überhaupt keine Rolle spielen würde.

So lauten einige der Aussagen, die man bei der Lektüre einer weiteren Abhandlung der berüchtigten Denkfabrik Research and Development (RAND) findet, die Gefira 87 unter die Lupe genommen hat. Dieses viele Seiten umfassende, langweilige Dokument wiederholt die gleichen Behauptungen, die Washington schon seit Jahrzehnten wiederholt. Nichts Neues in Bezug auf die amerikanische Sicht auf die Welt, aber ein faszinierender Einblick in die Psyche des Welthegemons, des Hegemons, der sich nicht schämt, dem ganzen Globus zu verkünden, dass er das alleinige Recht hat, ihn zu regieren, ihn zu beherrschen und andere zu tyrannisieren, wenn sie zufällig eine andere Meinung haben. Ein Einblick in die Seele eines Narzissten, eines Narzissten, der sich daran gewöhnt hat, die Hauptrolle zu spielen und andere Protagonisten nicht mehr ertragen kann; ein Narzisst, der bereit ist, die Welt in Brand zu setzen, um seine Vormachtstellung zu behaupten.

 

Gefira Financial Bulletin #87 ist jetzt erhältlich

  • Die Psyche des Hegemons widerspiegelt in seinen Worten
  • Chinesischer Tiger und Russischer brüllender Löwe
  • Die Nationale Verteidigungsstrategie im Spiegel der Realität
  • Gold oder…?