“Wir wollen Gott”, “Großes Unabhängiges Polen”, “Tod den Feinden unseres Vaterlandes!” “Christus ist König von Polen”, “Deus vult” (lateinisch Gott will es – der Schlachtruf der Kreuzritter) stand auf den größten Transparenten des Aufmarsches, der wie immer am 11. November zum Nationalfeiertag in Warschau stattfand. An der Spitze einige weiße Fahnen mit dem Jerusalemkreuz. Zehntausende Menschen, die zehntausende rot-weiße polnische Fahnen schwingen, alte und junge Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, ganze Familien gingen auf die Straßen. Die Teilnehmer halten sich für Patrioten (ein Wort, das in Polen positiv empfunden wird), die die gefallenen Helden ehren. Aus der Sicht der westlichen Medien sind das Nazis, Rassisten, Antisemiten und Islamophoben. Kurz gesagt: eine Schande für die EU.
Was in Polen als positiv empfunden wird (Patriotismus, Religion, Familie), stößt in Westeuropa auf Ablehnung und umgekehrt. Migranten, die LGTBQ’s und Gender-Mainstreaming werden zwischen der Oder und dem Bug, dem Grenzfluss zwischen Polen, Russland und Ukraine, nicht gern gesehen. Die Werte der EU können nicht mit den polnischen auseinanderklaffen und umgekehrt. Vom Aufmarsch zum polnischen Nationalfeiertag, der in den westlichen Medien völlig verzerrt dargestellt wird, wurde in den polnischen staatlichen Medien sehr positiv berichtet. Ganz Gegenteil die der EU dienerischen und linksorientierten Medien: die erst genannten betonten die feierliche Stimmung der Ereignisse, die anderen konzentrierten sich auf Zwischenfälle, interpretierten sie als wichtig und schlossen sich damit dem Chor ihrer westlichen Fachkollegen an, die so gerne die „Faschisten” und Anhänger „der Vorrangstellung der Weißen” anprangern. Weiterlesen









