Die Stärke zieht nach Osten

Anfang September beginnt traditionell in Europa das Schuljahr. Es ist für uns alle eine Gelegenheit, sich imaginär wieder in die Schulbank zu versetzen und Weltatlas nachzuschlagen. Manche Fakten, die wir in der Grundschule gelernt und schon längst vergessen haben, können uns in heutiger geopolitisch instabiler Zeit viel helfen. Andere Fakten können uns dagegen komplexe Verbindungen entschlüsseln, die wir aus unserer europäischen Sicht ignoriert haben, die aber im Weltatlas sehr klar zu sehen sind. Heutzutage stehen wir vielen Interessen gegenüber, die durch Propaganda von verschiedenen Subjekten durchgesetzt werden, es seien die Regierungen, Medien oder Korporationen. Einer der größten Feinde einer Propaganda sind Fakten, die einem frei denkenden Bürger Anregungen liefern, um eigene Weltansicht bilden zu können. Ein Lexikon von diesen Fakten ist unbestritten ein Weltatlas.

Ein Schuljahr eröffnen traditionell Politikern. Der russische Präsident Wladimir Putin war zu diesem Anlass in Wladiwostok. Wo ist es? Für uns Europäer ist meistens ein Synonym von Russland Moskau, als ob es das ganze Land wäre, vielleicht noch Sankt Petersburg, nach Winterolympiade 2014 Sotschi und diese Städte am Ostrande von Europa. Wo liegt aber Wladiwostok? Ist die Stadt überhaupt noch auf unserem Kontinent? Erste Gelegenheit, Weltatlas nachzuschlagen. Weiterlesen

Die Entscheidung des Apple ist eine Vergeltung für die unberechtigten Geldstrafen, mit denen die USA die europäischen Banken belegt haben

Die Geldstrafe von $14Mrd., mit der Apple von der EU belegt wurde und die Aufhebung der Verhandlungen mit dem TTIP (engl. Transatlantic Trade and Investment Partnership deutsch das Transatlantische Freihandelsabkommen) sind keinesfalls überraschend. Es sind deutlich Schritte zur Vergeltung für die völlig unberechtigten Vertragsstrafen, mit denen die Behörden der USA die Banken Europas innerhalb der Jahre von 2009–2014 belegt haben.

Diese Geldstrafen beruhen auf den Änderungen in den amerikanischen Vorschriften, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 vorgenommen wurden, d.h., dass alle Aktionen, die in Dollars durchgeführt wurden mit den amerikanischen Vorschriften übereinstimmen müssen. So wie der Dollar die globale Reservewährung ist, haben die USA einseitig ihre Gerichtsbarkeit über alle anderen Länder erweitert. Die Amerikaner nutzen die Macht ihre Partner zu manipulieren, sich ihrer Autorität zu unterwerfen und ein Teil ihrer Souveränität an die Regierungselite in Washington zu übergeben. Z.B. wurde die BNP Paribas (The Banque Nationale de Paris) gezwungen, $8,9Mrd. an die Regulierungsbehörde in Washington zu zahlen. Die außergewöhnlich hohe Strafe, mit der die französische Bank belegt wurde, war eine bewusste Tat, mit der Absicht Frankreich zu erniedrigen. Weiterlesen

Der Nahe Osten fordert den russischen Monopol in Osteuropa heraus, nur ist dies keine dauerhafte Veränderung

Russland dominiert weiterhin in Mittel- und Osteuropa, insbesondere auf dem Erdölmarkt. Jedoch versuchen erdölproduzierende Länder des Nahen Ostens, wie Saudi Arabien, Iran und Irak, ins traditionell russische Gebiet einzudringen, auf der Suche nach neuen Absatzmärkten und einer größeren Beteiligung beim Welthandel, ohne Rücksicht auf den Preis des lieferbaren Rohstoffes.

Letztes Jahr wurde zum ersten Mal Erdöl aus Saudi-Arabien nach Polen geliefert und im August desselben Jahres wurde nach vielen Jahren Abwesenheit auf dem Markt Polens wieder der Handel mit Öl aus Iran eingeführt. . Ungarn, der zweitgrößte Ausfuhrbestimmungsort für das Öl Russlands im Gebiet, hat die Einfuhr von Treibstoff aus dem irakischen Kurdistan erhöht, während die Ukraine, der zurzeit größte Gegner Russlands, sich bemüht das Tor der NIOC (engl. National Iranian Oil Company) zu Ost- und Mitteleuropa zu werden. Es scheint, als wäre die Sicherheit bei der Energieversorgung in dem Gebiet gestiegen, doch wird das Öl vom Nahen Osten eine reale, sichere Alternative für das Öl aus dem russischen Ural? Weiterlesen

Hedgefonds-Manager Kyle Bass lag falsch mit Japan und dem Yen.

2013 hat Kyle Bass von Hayman Capital einen Vertrauensverlust um den japanischen Yen vorhergesagt und demzufolge solle der Wert des Dollars weit über 200 Yen steigen.

Kyle hatte folgendes einzuwenden: „Man soll das wahrnehmen, dass wenn die Schulden 24 mal so groß sind, wie die Steuereinkommen der Zentralregierung und ein säkularer Bevölkerungsrückgang herrscht … was passiert, wenn eine Schuldenkrise eintritt? Ihre Währung wird verfallen.”

Wir hätten nie gedacht, dass dies passieren würde. Wie wir im Februar geschrieben haben, erwarten wir, dass der Wert des japanischen Yen steigen wird. Seitdem ist der Yen um mehr als 10% gestiegen.

Die Staatsverschuldung Japans kann den Yen nicht ruinieren, solange die Auslandsinvestoren diese Schulden nicht haben. Die japanische Fiskal- und Geldpolitik haben den Yen relativ billig gehalten und die japanische Herrschaft hat sich abgemüht, um zu vermeiden, dass der Yen an Wert gewinnt. Wir können der Denkart von Kyle Bass nicht zustimmen. Möglich wäre dies nur, wenn ausländische Kreditgeber die japanische Staatsverschuldung erlassen würden, um den Yen zu erhöhen, so wie dies beim Dollar der Fall ist. Die Staatsschulden Japans können die Währung nicht zerstören.

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China militarisiert das Südchinesische Meer, oder etwa nicht?

China ist mit Abstand der mächtigste Teilnehmer. Weder die Philippinen, noch Malaysia oder Vietnam können sich messen, obwohl sie, insbesondere Hanoi, haben es gewagt sich zur Wehr zu setzen und jene Eingriffe zu vermeiden, die auf deren Souveränität basieren. Die Chinesen sind zwar bereit am Verhandlungstisch präsent zu sein, trotzdem bevorzugen sie zweiseitige Gespräche und die kleineren Teilnehmer Gruppengespräche. Und sie alle schauen aus unterschiedlichen Gründen in Richtung USA. China versucht sein regionales Durchsetzungsvermögen zu vergrößern, kleinere Länder verteidigen ihre Rechte. Und die Staaten? Weil nicht auf die Herausforderung Chinas reagiert wurde, hat es schlimme Folgen mit sich gebracht, solche wie der Status Washingtons bezüglich der Großmacht auf der ganzen Welt oder der Verlust an der Vertrauenswürdigkeit Amerikas, nicht nur in den Augen der wenigen betroffenen südöstlichen asiatischen Nationen, sondern auch anderen, wie Japan. Die Augen, die sich auf die Welt richten, haben einen Hauptpunkt: das Südchinesische Meer.

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Die Volksbombe in Europa tickt bereits im Rhythmus der Worte Erdoğans

Seitdem die Türkei Europa gegenüber ein feindseliges Land geworden ist, können die türkischen Bürger in Deutschland, Belgien und den Niederlanden als auch die Deutschen, Belgier und Holländer türkischer Abstammung beim Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gegen die europäische Regierung und Befindlichkeit Nutzen finden. Die Verstreuung der Türken allein in Deutschland macht 3 Mio. Leute aus und die meisten von ihnen unterstützen die präsidentielle AKP (türkisch Adalet ve Kalkınma Partisi, deutsch Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung). Die politische Durchsetzungskraft der Türken, die in Europa leben, kann in Köln gesichtet werden, wo 40 oder sogar 50Tsd. Erdoğans Befürworter versammelt sind und mit türkischen Flaggen wedeln. Es war der türkische Präsident, der den Test oder die Vorführung von Macht hatte, seine Nachricht an Angela Merkel war: „Geben Sie Acht darauf, was Sie tun, weil Flüchtlinge nicht meine einzige Waffe sind.
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2016 wird für Deutschland ein historisches Jahr: eine beispiellose Anzahl von Asylanträgen

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In der ersten Jahreshälfte 2016 wurden 396.947 Asylanträge an das Deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingereicht. Dies sind beinahe 122% mehr als zu dieser Zeit im letzten Jahr. Die meisten Bittsteller kamen nach Deutschland in der zweiten Hälfte 2015, nach Merkels Einladung. Laut Angaben des Bundesministeriums des Innern  haben sich soweit dieses Jahr 222Tsd. Ankömmlinge als Asylbewerber angemeldet; etwa 150Tsd. stammen aus Syrien, Afghanistan oder Irak (68%). Weiterlesen